Bayreuth in der Krise: Festspiele kämpfen um ihre Zukunft bis 2028

Bayreuth in der Krise: Festspiele kämpfen um ihre Zukunft bis 2028
Opus-Pokus – Klassik hinter den Kulissen
Der BackstageClassical-Newsletter: Heute mit viel Weltpolitik in der Klassikszene, strukturellen Fragen zum Bayreuther Festspielhaus, GEMA-Debatten, dem OPUS KLASSIK und amüsanten Briefen
Die Klassikwelt erlebt seit Monaten eine Mischung aus finanziellen Krisen, politischen Stellungnahmen und bevorstehenden Wettbewerben. Von Haushaltsnöten bei den Bayreuther Festspielen über prestigeträchtige Auszeichnungen bis hin zu juristischen Auseinandersetzungen prägen zentrale Entwicklungen die Zukunft der Branche.
Das Scheitern der GEMA-Reform und die Verhaftung eines aufstrebenden Geigers haben die ohnehin dynamische Szene weiter unter Spannung gesetzt.
Im Mai 2025 scheiterte der geplante Reformvorschlag der GEMA, die Trennung zwischen E-Musik (ernste Musik) und U-Musik (unterhaltende Musik) abzuschaffen. Der Komponist Moritz Eggert hatte sich für eine gerechtere Verteilung der Tantiemen und einen transparenteren Reformprozess eingesetzt. Sein Engagement unterstrich die anhaltenden Diskussionen darüber, wie Erlöse zwischen den verschiedenen Musikgenres aufgeteilt werden sollten.
Unterdessen steckt das Bayreuther Festspielhaus in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Jährliche Mehrkosten von rund 1,2 Millionen Euro gefährden die Ausgabe 2028 – eine Lösung zur Deckung der Ausgaben ist nicht in Sicht. Der Freistaat Bayern hat zwar angeboten, die Lücke zu schließen, doch fehlt noch die notwendige Bundeszusage. Dr. Georg Freiherr von Waldenfels, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, ist in die Gespräche eingebunden, doch die komplexe Gesellschafterstruktur des Festspiels erschwert Bemühungen, die Personalkosten auszugleichen.
Auch politische Spannungen halten Einzug in die Klassikszene. Die venezolanische Pianistin Gabriela Montero unterstützte öffentlich die Oppositionsführerin María Corina Machado, die 2025 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Montero teilt eine ähnliche Haltung wie der Dirigent Gustavo Dudamel – beide sind bekannte Kritiker der Regierung von Nicolás Maduro. Ihr Engagement lenkt den Blick auf die Schnittmenge von Musik und Aktivismus.
In anderen Nachrichten findet der Internationale Dirigentenwettbewerb Deutschland vom 14. bis 20. Oktober 2025 in Köln statt. Zwölf junge Dirigent:innen konkurrieren um den renommierten Titel – ein Schlüsselmoment für den Nachwuchs. Zudem steht der Kölner Kulturbetrieb vor einem großen Wandel: Die Oper Köln und andere Bühnen kehren 2026 an ihren ursprünglichen Standort am Offenbachplatz zurück. Nach 13 Jahren Bauverzögerungen und Kostenexplosionen – die sich mittlerweile auf fast 1,5 Milliarden Euro belaufen – endet damit eine lange Phase der Umbrüche.
Unterdessen wurde der koreanisch-amerikanische Geiger John Shin unter der Regierung von Donald Trump 17 Tage lang vom Immigration and Customs Enforcement (ICE) festgehalten, bevor er freigelassen wurde. Nun plant er, in den USA zu bleiben und seine Karriere trotz des Rückschlags fortzusetzen. Eine heitere Note setzt die neue tägliche Kolumne von BackstageClassical: „Brief aus Bruggi“ bietet montags bis freitags um 6:00 Uhr kurze, pointierte Kommentare zu Klassikthemen.
Die Zukunft der Bayreuther Festspiele bleibt ohne Bundesmittel ungewiss, während das Scheitern der GEMA-Reform die Tantiemenfrage weiter offenlässt. Veranstaltungen wie der Kölner Dirigentenwettbewerb und die Rückkehr der Opernhäuser an ihre angestammten Spielstätten bringen jedoch Lichtblicke.
Dass politische Aktivisten wie Gabriela Montero und Gustavo Dudamel Stellung beziehen oder Künstler wie John Shin persönliche Schicksalsschläge erleben, zeigt: Die Klassikbranche bleibt ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen.

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