Söder verteidigt "Mütterrente": Warum er Kritik als "arrogant" zurückweist
Söder verteidigt "Mütterrente": Warum er Kritik als "arrogant" zurückweist
CSU-Chef Markus Söder hat die ausgeweitete "Mütterrente" gegen Kritik verteidigt. Bei einer Parteiveranstaltung bezeichnete er die Ablehnung des Vorhabens als "arrogant" und betonte dessen Bedeutung für Millionen Frauen. Das Programm soll historische Ungerechtigkeiten ausgleichen, die Frauen treffen, die in früheren Jahrzehnten Kinder großgezogen haben.
Söder verwies auf die schwierige Lage von etwa zehn Millionen Frauen in Deutschland, insbesondere jener, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Kinder erzogen. Viele von ihnen leben heute in finanzieller Not, oft weil sie eigene Bedürfnisse zurückstellen, um Enkelkinder zu unterstützen. Ihre lebenslangen Leistungen verdienen Anerkennung, argumentierte er.
Die seit 2014 geltende erweiterte Rentenanrechnung gewährt Müttern mit vor 1992 geborenen Kindern bis zu 2,5 zusätzliche Beitragsjahre. Die Anpassung kostet den Staat jährlich rund 13,5 Milliarden Euro. Söder stellte dies den Leistungen für Neuankömmlinge in Deutschland gegenüber, die Unterstützung erhalten, ohne zuvor in das System eingezahlt zu haben.
Kritiker – insbesondere gut verdienende Medienvertreter mit hohen Renten – warf er vor, die Realität nicht zu kennen. Die aktuelle Situation sei ungerecht und für die betroffenen Frauen, die unter veralteten Rentenvorschriften leiden, nicht länger tragbar.
Die Reform zielt direkt auf Rentenlücken bei Frauen ab, die in ländlichen Regionen nur eingeschränkten Zugang zu Kinderbetreuung und Arbeitsmöglichkeiten hatten. Seit ihrer Einführung hat sie Millionen Entlastung gebracht. Söders Verteidigung unterstreicht den Willen der Regierung, historische Ungleichheiten im Rentensystem zu korrigieren.
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