18-Millionen-Streit: Regensburgs REWAG verklagt Ex-Vorstände wegen Fehlmanagements

Alexander Textor
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Eine Frau in einem Businessanzug lächelt selbstbewusst in die Kamera vor einem blauen Hintergrund und sieht aus wie eine Generalstaatsanwältin.Alexander Textor

18-Millionen-Streit: Regensburgs REWAG verklagt Ex-Vorstände wegen Fehlmanagements

In Regensburg entbrennt ein juristischer Machtkampf um mutmaßliche Schadensersatzforderungen in Höhe von 18 Millionen Euro. Die städtische Versorgungsgesellschaft REWAG verklagt ihre ehemaligen Vorstände, Torsten Briegel und Bernhard Büllmann, wegen finanziellen Fehlmanagements. Während ihrer Amtszeit bezog jeder der beiden ein Jahresgehalt zwischen 450.000 und 550.000 Euro – inklusive Boni und Zulagen.

Die erste Verhandlung am 28. Oktober gestaltete sich für beide Seiten schwierig. Die vorsitzende Richterin Adda Trautsch hinterfragte die Beweislage der REWAG und forderte eine Überprüfung der jeweiligen Positionen.

Allein die erste Phase des Prozesses wird voraussichtlich mindestens 750.000 Euro kosten. Hinzu kommen jährliche Zinsbelastungen von fast einer Million Euro, die die strittige Summe sowie die Anwaltskosten weiter in die Höhe treiben. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte sich das Verfahren in erster Instanz über zwei bis fünf Jahre hinziehen – mögliche Berufungen vor dem Oberlandesgericht Nürnberg würden die Dauer zusätzlich verlängern.

Ein möglicher Durchbruch zeichnete sich ab, als die Haftpflichtversicherung der Angeklagten einen Vergleich in Höhe von 2,5 bis 3 Millionen Euro vorschlug. Die REWAG lehnte dieses Angebot ab. Nun wird das juristische Team der Stadt am 27. April dem Aufsichtsrat der REWAG einen überarbeiteten Vergleichsvorschlag vorlegen. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei den Regensburger Stadträten.

Ein Sprecher der Stadt bezeichnete das neue Angebot als ein "positives Signal". Dennoch bleibt der Ausgang ungewiss, da beide Seiten die Risiken eines langwierigen Rechtsstreits gegen die Kosten eines Kompromisses abwägen müssen.

Kern der Auseinandersetzung ist die Frage, ob Briegel und Büllmann der REWAG 18 Millionen Euro zurückerstatten müssen. Die Prozesskosten und Zinsen steigen indes weiter an und erhöhen den Druck auf eine Lösung. Der nächste entscheidende Schritt steht am 27. April an, wenn der Aufsichtsrat den aktuellen Vergleichsvorschlag prüft.

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