20 April 2026, 20:16

Tausende demonstrieren in München für strengeren Lebensschutz

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, mit Kameras in der Hand, vor einem Gebäude und einem klaren Himmel.

Tausende demonstrieren in München für strengeren Lebensschutz

Tausende versammelten sich am Samstag in München zur sechsten jährlichen Demonstration für das Leben. Die Teilnehmer forderten strengere Schutzmaßnahmen für ungeborene Kinder und warben für das, was sie als eine "Kultur des Lebens" bezeichneten. Die Veranstaltung zog sowohl Befürworter als auch Gegenprotestler in beträchtlicher Zahl an.

Die Organisatoren sprachen von etwa 7.000 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl der Demonstranten auf 4.500 schätzte. Zu den Rednern zählte Mathias von Gersdorff, ein katholischer Journalist, der gemeinsam mit anderen Aktivisten zu den Versammelten sprach. Silja Fichtner, Vorsitzende der Organisation Stimme der Ungeborenen, betonte die Bedeutung des Schutzes des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.

Gleichzeitig versammelten sich rund 1.500 Gegenprotestler zu einer separaten Kundgebung gegen den Marsch. Zwar übermittelten mehrere römisch-katholische Bischöfe Grußbotschaften, doch prominente Vertreter wie Heiner Wilmer, der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, und Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx hielten sich mit öffentlichen Unterstützungserklärungen zurück.

Der nächste Marsch für das Leben ist bereits für den 19. September geplant, mit Veranstaltungen in Berlin und Köln.

Die Münchner Demonstration unterstrich die anhaltenden Debatten über Abtreibung und den Schutz ungeborenen Lebens. Mit den geplanten künftigen Kundgebungen wollen Organisatoren und Teilnehmer die öffentliche Diskussion weiter vorantreiben. Polizei und Veranstalter meldeten keine größeren Störungen während der Proteste.

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