Neue Allianz kämpft gegen weltweite Gewalt an Kindern mit drastischen Maßnahmen
Alexander TextorNeue Allianz kämpft gegen weltweite Gewalt an Kindern mit drastischen Maßnahmen
Eine neue globale Partnerschaft will die alarmierend hohen Gewaltzahlen gegen Kinder bekämpfen. Jährlich sind fast eine Milliarde junge Menschen weltweit von körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt betroffen. Experten warnen, dass die tatsächliche Zahl der Opfer weit über den offiziellen Statistiken liegt.
SOS-Kinderdorf International und die Internationale Gesellschaft zur Verhütung von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (ISPCAN) haben sich zusammengeschlossen, um den Kinderschutz zu stärken. Die Kooperation vereint wissenschaftliche Forschung, politische Interessenvertretung und jahrzehntelange Praxiserfahrung, um sichere Umfelder für Kinder zu schaffen.
Die Initiative startet zu einer Zeit, in der viele Länder mit schwachen Schutzsystemen kämpfen. Überlastete Behörden, Personalmangel und unklare Zuständigkeiten setzen Kinder zusätzlichen Risiken aus. Allein in Deutschland wurden 2024 über 18.100 Kinder unter 14 Jahren als Opfer von Straftaten registriert.
Ein zentrales Ereignis wird der "Rise Up Policy Forum" am 9. Oktober 2025 in Vilnius, Litauen, sein. Dort kommen internationale Expert:innen, Politiker:innen und Fachkräfte zusammen, um evidenzbasierte Strategien zu entwickeln und politische Maßnahmen voranzutreiben.
Dr. Simone Töpfer, Kinderschutz-Beraterin bei SOS-Kinderdorf International, betont die Notwendigkeit verbindlicher Standards, klarer Verantwortlichkeiten und täglichen Engagements. Die Organisation fordert einen grundlegenden Wandel im Kinderschutz – mit Fokus auf Prävention, Rechenschaftspflicht und starke Gemeinschaften.
Ziel der Partnerschaft ist es, Fachwissen und politischen Willen in konkrete Handlungen umzusetzen. Durch die Schließung systemischer Lücken soll die Gewalt gegen Kinder weltweit reduziert werden. Der anstehende Forum in Vilnius markiert einen entscheidenden Schritt für die Gestaltung zukünftiger Schutzpolitik.






