30 May 2026, 22:09

Reiche kündigt radikale Reform der Solar-Förderung und Netzregeln an

Richter schlägt Solarförderung für neue Photovoltaiksysteme vor

Reiche kündigt radikale Reform der Solar-Förderung und Netzregeln an

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat weitreichende Änderungen bei den deutschen Fördergeldern für erneuerbare Energien angekündigt. In einer aktuellen Stellungnahme schlug sie vor, die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen schrittweise abzuschaffen und stattdessen eine intelligentere Netzanbindung voranzutreiben. Ziel der Pläne ist es, den Ausbau der Erneuerbaren besser an die Kapazitäten der Stromnetze anzupassen.

Reiche bestätigte, dass bestehende Photovoltaikanlagen ihre EEG-Förderung behalten werden. Gleichzeitig regte sie an, die Entschädigung für Betreiber zu streichen, deren Anlagen wegen Netzengpässen vorübergehend abgeschaltet werden müssen. Die sogenannten Redispatch-Maßnahmen bei Solaranlagen haben sich im zweiten Quartal nahezu verdoppelt – ein deutliches Zeichen für die wachsende Belastung der Netze.

Die Ministerin schlug zudem vor, die Kosten für den Netzausbau stärker auf die Erzeuger erneuerbarer Energien umzulegen. Kleine Photovoltaikanlagen könnten künftig verpflichtet werden, ihren Strom über die Direktvermarktung zu verkaufen, anstatt auf feste Fördersätze zu setzen. Darüber hinaus will Reiche, dass zukünftige Anlagen „intelligent einspeisen“, indem sie Speicherlösungen und Steuerungsmöglichkeiten kombinieren, um die Netze zu entlasten.

Eine weitere Degressionsstufe für die Einspeisevergütung ist bereits für den 1. Februar 2026 vorgesehen. Trotz der Herausforderungen bei der Netzstabilität berichtete die Bundesnetzagentur, dass in den vergangenen Monaten mindestens 97 Prozent des Ökostroms die Endverbraucher erreichten.

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Die geplanten Änderungen würden einen Wechsel von garantierten Subventionen hin zu marktbasierten Lösungen für neue Solaranlagen bedeuten. Betreiber müssten sich auf höhere Kosten für den Netzausbau einstellen und würden bei Redispatch-Abschaltungen keine Entschädigung mehr erhalten. Die Anpassungen sollen das Wachstum der erneuerbaren Energien mit der Stabilität der Stromnetze in Einklang bringen.

Quelle