Personio schreibt erstmals schwarze Zahlen und kauft KI-Start-up Aurio
Alexander TextorPersonio schreibt erstmals schwarze Zahlen und kauft KI-Start-up Aurio
Personio erzielt erstmals Gewinn und setzt auf KI-Expansion durch Übernahme von Aurio
Das Münchner HR-Softwareunternehmen Personio hat seit seiner Gründung erstmals die Gewinnzone erreicht. Um seine KI-Strategie zu stärken, übernimmt das Unternehmen nun Aurio, einen Spezialisten für automatisierte Personalbeschaffung. Dieser Schritt folgt einer strategischen Neuausrichtung, die den Rückzug vom US-Markt und Stellenabbau zur Straffung der Strukturen umfasste.
In den vergangenen Jahren hatte Personio sein Geschäftsmodell mehrfach angepasst. Im Oktober 2025 entließ das Unternehmen 165 Mitarbeiter – die dritte größere Entlassungswelle innerhalb von 18 Monaten. Zudem schloss es sein Büro in New York und zog sich vollständig aus den USA zurück, um sich ganz auf den europäischen Markt zu konzentrieren.
Die KI-Technologie von Aurio ermöglicht es Personalverantwortlichen, Rekrutierungsaufgaben eigenständig zu bewältigen. Personio plant, diese Funktionen in seine bestehenden Einstellungstools zu integrieren. Die Nachfrage nach solchen Lösungen steigt, da traditionelle Bewerbungsverfahren zunehmend an Effizienzproblemen scheitern.
Mit über 16.000 Unternehmensunden, die rund 1,5 Millionen Mitarbeiter verwalten, strebt Personio an, schlanke und KI-gestützte Führungsrolle im HR-Bereich einzunehmen. Die Übernahme markiert einen weiteren Schritt vom rasanten Wachstum hin zu nachhaltiger Profitabilität.
Der Deal unterstreicht Personios Vorstoß in die KI-basierte Personalbeschaffung. Aurios Systeme sollen für Kunden zentrale Einstellungsprozesse automatisieren. Der Fokus des Unternehmens liegt nun auf Effizienz und langfristiger Stabilität in Europa.






