KI wird für Dienstleister immer wichtiger – doch Wissenslücken bleiben
Miroslav HofmannKI wird für Dienstleister immer wichtiger – doch Wissenslücken bleiben
Künstliche Intelligenz ist für viele deutsche Dienstleistungsunternehmen zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass bereits 76 Prozent der Entscheidungsträger in der Branche KI-Tools einsetzen. Trotz der wachsenden Bedeutung bleiben jedoch Bedenken hinsichtlich Risiken und Wissenslücken weit verbreitet.
Laut der Studie wird KI am häufigsten in der Datenanalyse genutzt – 49 Prozent der Unternehmen setzen sie in diesem Bereich ein. Knapp dahinter folgt der Kundenservice mit 47 Prozent, während 28 Prozent KI im Personalwesen verwenden. Mehr als 80 Prozent der Befragten erwarten, dass KI ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern wird.
Doch es gibt weiterhin Unsicherheiten. Über die Hälfte der Entscheidungsträger gibt zu, dass in ihren Unternehmen grundlegendes KI-Wissen fehlt. Auch rechtliche Vorgaben stellen eine Hürde dar: 42 Prozent äußern Zweifel, ob ihr Unternehmen die Compliance-Anforderungen erfüllt. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Mitarbeiterqualifizierung – nur 43 Prozent der Firmen haben Schulungen zum sicheren Umgang mit KI angeboten.
Ebenso gering ist der Versicherungsschutz gegen KI-Risiken. Lediglich 24,7 Prozent der Unternehmen verfügen über entsprechende Policen, während 14,7 Prozent der Führungskräfte der Meinung sind, eine solche Absicherung sei unmöglich. Weitere 14 Prozent wissen nicht einmal, ob ihr Unternehmen überhaupt versichert ist.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Kluft: Zwar nimmt die Verbreitung von KI zu, doch viele Unternehmen kämpfen noch mit Wissensdefiziten und Risikomanagement. Da nur ein Viertel der Firmen gegen KI-bedingte Probleme versichert ist, müssen die Unternehmen diese Herausforderungen angehen, um das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen.






