Gauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern für Bundestagswahl
Miroslav HofmannGauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern für Bundestagswahl
Peter Gauweiler, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der CSU und langjähriges Bundestagsmitglied, hat vor der nächsten Bundestagswahl die Bildung eines neuen politischen Bündnisses gefordert. Sein Vorschlag sieht vor, dass die CSU mit den Freien Wählern eine rechtspopuläre bis konservative Koalition eingeht, die in der Lage wäre, eine Regierungsmehrheit zu erringen.
Gauweiler argumentiert, dass es in Deutschland derzeit eine mehrheitlich bürgerlich-konservative Wählerschaft gebe, die Regierung jedoch weiterhin linksgerichtet sei. Diese Schieflage führt er unter anderem auf die AfD zurück, die er als „nicht koalitionsfähig“ bezeichnet, sowie auf die FDP, die seiner Meinung nach zu schwach sei, um allein die notwendigen Stimmen zu sichern.
Als Lösung schlägt er eine bundesweite Zusammenarbeit zwischen der CSU und den Freien Wählern vor. Dem Plan zufolge würde das Bündnis unter dem Namen „Bündnis Freie Wähler/CSU“ bei der nächsten Bundestagswahl antreten. Die Freien Wähler würden dabei die Kandidatinnen und Kandidaten in Wahlkreisen und Kommunen außerhalb Bayerns aufstellen, während die CSU ihre traditionelle Hochburg in dem Bundesland behalten würde.
Als funktionierendes Vorbild nennt Gauweiler Bayern, wo die CSU seit 2018 gemeinsam mit den Freien Wählern regiert. Zugleich räumt er ein, dass der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, zwar das Profil der Partei geschärft habe, es der Partei aber bisher nicht gelungen sei, über Bayern hinaus eine breitere Kandidatenbasis aufzubauen. Eine Kooperation mit der CSU, so Gauweiler, würde den Wählern einen neuen Grund geben, die Freien Wähler zu unterstützen.
Ziel des Vorhabens ist es, im Bundespolitik eine stärkere konservativ-bürgerliche Kraft zu etablieren. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte das Bündnis die Machtverhältnisse im nächsten Bundestag entscheidend verändern. Der Erfolg des Vorhabens hängt jedoch von den anstehenden Verhandlungen zwischen der CSU und den Freien Wählern in den kommenden Monaten ab.






