Chaos am Flughafen München: Hunderte verpassen Flüge während des Oktoberfests
Alexander TextorChaos am Flughafen München: Hunderte verpassen Flüge während des Oktoberfests
Flughafen München kämpft mit massiven Verspätungen und Überlastung während des Oktoberfests
Während der hektischen Oktoberfest-Zeit hatte der Flughafen München mit schweren Verspätungen und überfüllten Terminals zu kämpfen. Rund 700 Reisende verpassten ihre Flüge wegen unzureichender Kapazitäten, während sich an den Sicherheitskontrollen und Check-in-Schaltern lange Schlangen bildeten. Die Gewerkschaft Verdi macht Personalmangel und strukturelle Probleme für das Chaos verantwortlich.
Die Schwierigkeiten erreichten ihren Höhepunkt zum Ende des Oktoberfests, als die hohe Passagierzahl die Abfertigungskapazitäten des Flughafens überlastete. Verdi berichtete, dass während der Hauptreisezeit bis zu 700 Mitarbeiter fehlten, was die Wartezeiten weiter verschärfte. Eine Krankheitsquote von 19 Prozent belastete die Situation zusätzlich und führte zu unterbesetzten Schaltern und Sicherheitskontrollen.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr kritisierte öffentlich das Flughafenmanagement, dem es nicht gelungen sei, die Überlastung in den Griff zu bekommen. Unterdessen drängt der Freistaat Bayern, Hauptanteilseigner des Flughafens, nun auf strukturelle Reformen, um die Effizienz zu steigern.
Als Reaktion darauf kündigte der Flughafen München an, 500 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen und die technischen Systeme zu modernisieren. Moderne Scanner sollen die Kapazität auf 4.000 Passagiere pro Stunde erhöhen. Dennoch warnen Verantwortliche angesichts der bevorstehenden bayerischen Herbstferien vor weiterhin längeren Wartezeiten zu Stoßzeiten.
Reisende werden aufgefordert, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen, um Flugversäumnisse zu vermeiden.
Der Flughafen setzt auf Entlastung durch Neueinstellungen und technische Aufrüstungen. Angesichts des anhaltenden Personalmangels und der hohen Nachfrage könnten sich die Verspätungen jedoch in den kommenden Wochen fortsetzen. Die von Bayern vorangetriebenen Reformen sollen ähnliche Störungen in Zukunft verhindern.






