Bundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreformen in Münsingen
Alexander TextorBundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreformen in Münsingen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Münsinger Bahnhof-Apotheke
Letzten Freitag stattete Bundesgesundheitsministerin Nina Warken der Bahnhof-Apotheke in Münsingen, Baden-Württemberg, einen Besuch ab. Im Mittelpunkt standen Gespräche über die Finanzierung von Apotheken, bürokratische Hürden und den Aufstieg von Versandapotheken.
Während des Besuchs bekräftigte Warken ihre Pläne, die seit Langem überfällige Erhöhung der Festbetragsvergütung für Apotheken umzusetzen. Die Anpassung werde weiter vorangetrieben, so die Ministerin, einen konkreten Zeitplan nannte sie jedoch nicht.
Apothekeninhaberin Dr. Melanie Gaub bezeichnete das Treffen als "sehr angenehm" und lobte Warkens Verständnis für die Branchenprobleme. Gaub setzte sich für eine Ausweitung der apothekerlichen Dienstleistungen ein – etwa durch Impfungen in Apotheken –, um die Belastung der Ärzteschaft zu verringern.
Warken zeigte sich offen für Gaubs Vorschläge, verwies jedoch auf regulatorische Grenzen ihres Handlungsspielraums. Zudem räumte sie ein, dass Versandapotheken mittlerweile fest zum Markt gehörten. Gleichzeitig betonte sie die Notwendigkeit strengerer Kontrollen für deren Betrieb.
Auf Nachfrage zum Besuch äußerte sich Warken später nicht weiter. Erneut unterstrich sie aber ihr Vorhaben, Bürokratie abzubauen – ein Ziel, das sie jedoch von der Zusammenarbeit mit den Berufskammern abhängig machte.
Der Besuch unterstrich die anhaltenden Debatten über Apothekenfinanzierung und Dienstleistungserweiterungen. Warkens Zusagen zu Gebührenerhöhungen und Entflechtung bleiben an regulatorische und institutionelle Kooperation gebunden. Unterdessen wachsen Versandapotheken weiter – trotz Forderungen nach schärferer Aufsicht.






