28 April 2026, 06:17

Bayern beschleunigt Energiewende mit Speichern und schwimmender Solarenergie

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bayern beschleunigt Energiewende mit Speichern und schwimmender Solarenergie

Bayern treibt Ausbau von Energiespeichern und Netzanschlüssen voran

Auf dem jüngsten Bayerischen Netzgipfel unterstrich Ministerpräsident Markus Söder die Dringlichkeit, den Ausbau von Energiespeichern zu beschleunigen und die Anbindung an die Stromnetze zu vereinfachen. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen wie Bayernwerk und Fenecon ihre Aktivitäten zur Erweiterung großtechnischer Speicherkapazitäten in der Region intensivieren.

Unterdessen präsentierte Sinnott Power das weltweit erste schwimmende Solarkraftwerk mit vertikalen Modulen – ein weiterer Meilenstein in Bayerns Bestrebungen, die erneuerbaren Energien auszubauen.

Dynamik durch Gremien und politische Initiativen Die Forderungen nach einem rascheren Speicherausbau gewannen im September auf der Runden Tisch-Veranstaltung zu Speichern und Verteilnetzen sowie beim Bayerischen Netzgipfel an Fahrt. Söder forderte die Aufsichtsbehörden auf, Genehmigungsverfahren für Speicherprojekte zu beschleunigen und die Netzanschlussregeln zu reformieren. Dies steht im Einklang mit dem ehrgeizigen Ziel Bayerns, zur führenden Region für Energiespeicherung in Deutschland zu werden. Allein Bayernwerk verwaltet bereits über 1.000 Megawatt registrierte Großspeicherkapazität.

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Herausforderungen und Ambitionen bei Bayernwerk Angesichts einer Flut von Anschlussanfragen plant Bayernwerk Netz ab Oktober Angebote für weitere 800 Megawatt Großspeicher zu unterbreiten. Wie CEO Leo Westphal betonte, strebt das Unternehmen an, Bayern zum "Speicherland" zu machen. Allerdings warnte Bayernwerk-Manager Nick Seeger, dass nicht alle Anlagen kurzfristig angeschlossen werden könnten – sowohl technische als auch wirtschaftliche Grenzen setzten hier Limits.

Fenecon setzt auf innovative Speicherlösungen Als einer der wichtigsten Akteure in Bayerns Speicherbranche begrüßte Fenecon die neuen politischen Weichenstellungen. Das Unternehmen betreibt am Standort Iggensbach eine Produktionsstätte, in der alte und neue Elektroauto-Batterien zu Großspeichersystemen umfunktioniert werden. Geschäftsführer Franz-Josef Feilmeier hob hervor, dass dezentrale Energielösungen in Kombination mit flexiblen Netznutzungsverträgen den Wandel vorantreiben werden.

Sinnott Power setzt mit schwimmender Photovoltaik Maßstäbe In einem separaten Projekt nahm Sinnott Power in Gilching das erste schwimmende Solarkraftwerk der Welt mit vertikalen Modulen in Betrieb. Die 1,87-Megawatt-Anlage, die auf einem Kieswerk errichtet wurde, soll jährlich rund 1.800 Megawattstunden Strom erzeugen. Das Vorhaben unterstreicht Bayerns wachsenden Fokus auf innovative Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

Fazit: Bayern auf Kurs zur Energiewende Mit dem politischen Druck für schnellere Speicherausbau- und Netzreformen wird die Integration erneuerbarer Energien in Bayern weiter beschleunigt. Die anstehenden Anschlussangebote von Bayernwerk und die Produktionskapazitäten von Fenecon werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig zeigen Leuchtturmprojekte wie das schwimmende Solarkraftwerk von Sinnott Power, mit welcher Entschlossenheit die Region ihre Energieinfrastruktur diversifiziert und zukunftsfähig gestaltet.

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