28 April 2026, 18:27

40 Jahre Jüdisches Museum Augsburg: Vom Pionier zum Spiegel deutscher Erinnerungskultur

Detailierter Grundriss des Kaiser Friedrich Museums in Dresden, Deutschland, mit Räumen, Fluren und weiteren Merkmalen.

Museum in Historischer Synagoge Feiert Jubiläum - 40 Jahre Jüdisches Museum Augsburg: Vom Pionier zum Spiegel deutscher Erinnerungskultur

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben feiert 2025 sein 40-jähriges Bestehen

Als das Museum vor vier Jahrzehnten seine Pforten öffnete, gab es in ganz Deutschland kein vergleichbares Haus. Damals wurde jüdische Geschichte weitgehend ignoriert, und Antisemitismus bestand selbst nach der NS-Zeit fort.

Das Museum entstand im Zuge der Restaurierung der prächtigen Augsburger Synagoge, die 1917 eingeweiht worden war. Anders als die meisten jüdischen Gotteshäuser überstand sie die Novemberpogrome 1938. Zwar wurde das Gebäude schwer beschädigt, doch eine vollständige Zerstörung blieb aus – aus Sorge, die Flammen könnten auf eine benachbarte Tankstelle übergreifen.

Heute umfasst die Sammlung des Museums rituelle Gegenstände, Alltagsgegenstände aus ehemaligen jüdischen Gemeinden sowie Dokumente zur NS-Verfolgung. Seit 2014 betreibt es zudem eine zweite Abteilung in der ehemaligen Synagoge im Augsburger Stadtteil Kriegshaber.

Künftig will das Museum seinen Fokus erweitern. Geplante Ausstellungen werden sich mit der Wiederbelebung jüdischen Lebens seit den 1960er-Jahren und der Ankunft jüdischer Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er-Jahren befassen.

Die Jubiläumsveranstaltung am Mittwoch um 19:00 Uhr wird Reden des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und von Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, beinhalten.

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Die 40-jährige Geschichte des Museums spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider: Wie Deutschland sich mit jüdischem Erbe auseinandersetzt. Seine Sammlungen und künftigen Ausstellungen dokumentieren sowohl die Verfolgung in der Vergangenheit als auch das Wachstum jüdischer Gemeinden in den letzten Jahrzehnten.

Quelle