27 March 2026, 16:12

Wie Supermarkt-Apps das Einkaufsverhalten der Deutschen revolutionieren – Lidl und Rewe führen voran

Balkendiagramm, das den Retail-Lebenszyklus mit Etiketten "Retail-Lebenszyklus" und "Beschleunigte Entwicklung" darstellt.

Wie Supermarkt-Apps das Einkaufsverhalten der Deutschen revolutionieren – Lidl und Rewe führen voran

Handels-Apps verändern das Einkaufsverhalten der Deutschen – Lidl und Rewe vorne mit dabei

Supermarkt-Apps prägen zunehmend, wie Deutsche ihre Lebensmittel einkaufen. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens NIQ zeigt: Zwei Drittel der Haushalte nutzen mittlerweile mindestens eine Händler-App – angelockt von exklusiven Rabatten und digitalen Gutscheinen. Diese Tools verändern nicht nur die Ausgabengewohnheiten, sondern auch, wo und wie oft Verbraucher ihre wöchentlichen Grundnahrungsmittel besorgen.

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Der Aufstieg der Händler-Apps fällt in eine Phase nachlassender Inflation. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert einen Rückgang auf 3,6 % bis 2026. Im Bereich der schnelldrehenen Konsumgüter (FMCG) soll das Preiswachstum bis 2025 auf 2,6 % sinken. Dennoch bleiben Käufer preissensibel – und die Apps entwickeln sich zu einem zentralen Instrument, um das Budget zu schonen.

Gutscheine entscheiden über die Ladenwahl Fast die Hälfte aller Verbraucher lässt sich von Coupons beeinflussen, wenn es um die Wahl des Supermarkts geht. Die NIQ-Daten belegen: 77 % der App-Nutzer setzen sie gezielt ein, um zu sparen. 44 % sind sogar bereit, dafür den Händler zu wechseln. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt bei intensiven App-Nutzern: Sie unternehmen 20 % mehr "Großeinkäufe" als Nicht-Nutzer.

Traditionelle Methoden behalten ihren Stellenwert Trotz Digitalisierung bleiben gedruckte Prospekte die wichtigste Informationsquelle für die Einkaufsplanung – 75 % der Haushalte greifen darauf zurück. Die Präferenzen klaffen jedoch zwischen den Generationen: Während 60 % der Über-60-Jährigen auf Papier setzen, bevorzugen zwei Drittel der unter 50-Jährigen digitale Flyer oder Apps. Die Händler reagieren darauf, indem sie beide Kanäle kombinieren und zielgruppengerechte Angebote schneidern, um die Kundenbindung zu stärken.

Die Strategie geht auf Mit 65 % der deutschen Haushalte, die mindestens eine Händler-App nutzen, ist das Aktivieren von Gutscheinen zur beliebtesten Funktion avanciert – 90 % der App-Besitzer machen davon Gebrauch. Dieser Wandel treibt die Händler dazu, auf Mengenzuwachs zu setzen und durch appbasierte Anreize zusätzliche Einkaufsanlässe zu schaffen.

Sparzwang und Digitalisierung prägen das Kaufverhalten Die Veränderungen im Einkaufsverhalten spiegeln größere finanzielle Trends wider: Während sich 30 % der globalen Verbraucher wirtschaftlich besser stellen als noch vor einem Jahr, berichten 32,8 % von einer Verschlechterung ihrer Lage. Für den Handel steht die Herausforderung fest: digitale Bequemlichkeit mit traditionellen Gewohnheiten so zu verbinden, dass Kunden langfristig gebunden bleiben. Da Apps häufigere und umfangreichere Einkäufe fördern, wird ihre Rolle auf dem Lebensmittelmarkt voraussichtlich weiter wachsen.

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