Kaufbeurens "Blasiusblick"-Viertel wird deutlich kleiner als geplant
Roger AdolphKaufbeurens "Blasiusblick"-Viertel wird deutlich kleiner als geplant
Pläne für Kaufbeurens "Blasiusblick"-Viertel werden zurückgestuft
Nach einer wegweisenden Entscheidung der Denkmalschutzbehörden wurden die Pläne für das "Blasiusblick"-Viertel in Kaufbeuren deutlich verkleinert. Das als autofreies Wohngebiet mit modernen Energielösungen konzipierte Projekt wird nun weniger Wohnungen umfassen als ursprünglich vorgesehen. Ein Streit um ein Grundstück in der Nähe der historischen Stadtmauer hat Änderungen an der Bebauungsplanung erzwungen.
Das "Blasiusblick"-Viertel sollte auf einem etwa einen Hektar großen Brachland westlich der Kaufbeurer Altstadt entstehen. Die Entwickler hatten 100 Wohnungen in acht Wohnblöcken geplant – alles Teil einer ökologischen, autofreien Siedlung. Doch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege untersagte den Bau in einem Abschnitt zwischen der historischen Stadtmauer und dem Märzenbach.
Durch diese Auflagen entfallen nun zwei der acht geplanten Gebäude. Die verbleibenden sechs Blöcke sollen zwar noch realisiert werden, doch Details zu möglichen Anpassungen des Designs oder der künftigen Nutzung der Fläche stehen noch aus. Das ursprüngliche Konzept umfasste ein innovatives Energieversorgungssystem, doch die Auswirkungen der verkleinerten Bebauung sind noch unklar.
Letztlich wird das Projekt nun nur noch etwas mehr als die Hälfte der ursprünglich geplanten Wohnungen liefern. Die Entscheidung der Denkmalschutzbehörde hat zwei der acht Blöcke aus dem Plan gestrichen, sodass sechs übrig bleiben. Die Entwickler haben noch nicht bekannt gegeben, wie der verbleibende Bereich angepasst wird oder ob alternative Entwürfe geprüft werden.






