Wie das Herzenswunschmobil sterbenskranken Menschen letzte Träume erfüllt
Alexander TextorWie das Herzenswunschmobil sterbenskranken Menschen letzte Träume erfüllt
Ein besonderer Fahrdienst in Bayern hilft sterbenskranken Menschen, sich letzte Wünsche zu erfüllen. Das Herzenswunschmobil des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Fürth hat in seinem ersten Jahr bereits zehn bewegende Fahrten ermöglicht. Das Angebot richtet sich an Menschen mit palliativen Erkrankungen oder schweren Mobilitätseinschränkungen und finanziert sich ausschließlich durch Spenden.
Eine der unvergesslichsten Touren führte Georg Huber, lokal bekannt als Billiger Jakob, zu einem Erntedankumzug. Für ihn war es die letzte Gelegenheit, das Fest noch einmal mitzuerleben. Ein weiterer Ausflug ermöglichte einem lebenslangen Fußballfan, ein Heimspiel der SpVgg Fürth zu besuchen – ein kostbarer Moment.
Eine ältere Dame, die einst leidenschaftlich Motorrad fuhr, besuchte die berühmte Brauerei Kathi-Bräu in der Fränkischen Schweiz. Die Fahrt weckte schöne Erinnerungen an ihre Fahrten von damals. Ein anderer Gast erreichte dank des Services sogar den Gipfel der Zugspitze, des höchsten Berges Deutschlands.
Waltraud Heiter, die Initiatorin des Projekts, nennt die Arbeit eine "Herzensangelegenheit". Die Fahrten seien für die Mitfahrenden wie für das Team zutiefst berührend, sagt sie. Obwohl die Nachfrage stetig bleibt, gibt es noch Kapazitäten für weitere Wünsche.
Das BRK ruft Angehörige, Pflegeeinrichtungen und Hospizdienste auf, Anfragen zu stellen. Ziel ist es, dank der Großzügigkeit der Spender:innen, die den Fahrdienst finanzieren, noch mehr Träume zu erfüllen.
Das Herzenswunschmobil hat bereits in seinem ersten Jahr Spuren hinterlassen. Mit zehn erfüllten Wünschen gibt der Dienst schwerstkranken Menschen die Möglichkeit, sich persönliche Sehnsüchte zu verwirklichen. Weitere Fahrten sind geplant, während das Projekt – getragen allein von Spenden – weiterwächst.






