Bayern zahlt Millionen für leere Asylunterkunft – ohne Ausweg bis 2030
Roger AdolphBayern zahlt Millionen für leere Asylunterkunft – ohne Ausweg bis 2030
Bayern zahlt über eine Million Euro für eine ungenutzte Asylunterkunft in Markt Schwaben
Das Gebäude steht seit Beginn des Mietvertrags 2023 leer – und die Steuerzahler kommen bis 2030 für die Kosten auf. Trotz Versuchen, eine Nachnutzung zu finden, bleibt die Immobilie ungenutzt.
Die bayerische Staatsregierung hatte den Mietvertrag 2023 unterzeichnet, um dort Geflüchtete unterzubringen. Doch wegen lokalen Widerstands konnte die Unterkunft von Anfang an nicht genutzt werden. Da der Vertrag keine vorzeitige Kündigung vorsieht, bleibt er bis September 2030 bindend.
Die etwa 600 Quadratmeter große Liegenschaft kostet bei einer Kaltmiete von 20 Euro pro Quadratmeter monatlich rund 12.000 Euro – das entspricht jährlichen Ausgaben von 144.000 Euro. Über sieben Jahre summieren sich die Kosten auf etwa 1,008 Millionen Euro.
Behörden versuchen seitdem, das Objekt umzunutzen. Die Regierung von Oberbayern wirbt es mittlerweile als potenzielle Büro- oder Gewerbefläche an. Bisher fand sich jedoch kein Mieter, sodass das Gebäude weiter leer steht.
Der Vertrag verpflichtet Bayern bis 2030 zur Zahlung – unabhängig davon, ob das Gebäude genutzt wird. Die Steuerzahler tragen damit die vollen Kosten von 1,008 Millionen Euro für eine ungenutzte Einrichtung. Bisher scheiterten alle Bemühungen, eine alternative Verwendung zu finden.






