02 May 2026, 16:11

Wero startet in Deutschland – kann der neue Zahlungsdienst PayPal herausfordern?

Mobiltelefon mit Zahlungsbildschirm neben einer Kreditkarte, die den Einsatz eines Ingenico-Mobilzahlungssystems suggeriert.

Wero startet in Deutschland – kann der neue Zahlungsdienst PayPal herausfordern?

Neuer Zahlungsdienst Wero startet in Deutschland – und will PayPal Konkurrenz machen

In Deutschland geht mit Wero ein neuer Zahlungsdienst an den Start, der sich gegen US-Anbieter wie PayPal behaupten will. Die Nutzung setzt ein Smartphone und ein verknüpftes Bankkonto voraus. Doch ob das Angebot erfolgreich wird, hängt davon ab, wie schnell es Nutzer gewinnt und sein Leistungsangebot ausbaut.

Wero funktioniert ausschließlich über eine mobile App, die mit der Banking-App des Nutzers verbunden wird. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern gibt es keine Desktop-Version für den Computer. Um den Dienst zu nutzen, müssen Kunden ihre Telefonnummer angeben und den Zugriff auf ihre Kontakte freigeben.

Die Server des Dienstes stehen zwar in der EU, doch bleiben Fragen zur langfristigen Stabilität. Ein mögliches Verbot für europäische Unternehmen, US-Dienste zu nutzen, könnte sich dennoch auf den Betrieb auswirken. Experten warnen zudem, dass Wero schnell handeln muss: Um ein breiteres Publikum anzusprechen, sollte der Dienst bald auch Transaktionen mit Unternehmen – und nicht nur zwischen Privatpersonen – ermöglichen.

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Der deutsche Zahlungsmarkt wird derzeit von US-Firmen dominiert. Allein PayPal zählt in Deutschland 35 Millionen Nutzer. Ein großer Ausfall im August 2021 hatte damals Hunderttausende deutsche PayPal-Kunden von ihren Konten abgeschnitten. Sascha Straub, Verbraucherschützer bei der Verbraucherzentrale Bayern, verweist auf diese Abhängigkeit von ausländischen Anbietern. Er hofft auf vielfältigere Zahlungsoptionen in Europa, die besser auf unterschiedliche Nutzerbedürfnisse zugeschnitten sind.

Wero betritt einen umkämpften Markt, in dem Bequemlichkeit und Zuverlässigkeit entscheidend sein werden. Die Pflicht zur Kontaktfreigabe und das Fehlen einer Desktop-Version könnten die frühe Verbreitung bremsen. Ob der Dienst sich gegen etablierte Anbieter durchsetzen kann, hängt von seiner Geschwindigkeit, Sicherheit und der Fähigkeit ab, auch Unternehmen als Nutzer zu gewinnen.

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