Webasto sichert Zukunft mit Milliarden-Rettungspaket und Stellenabbau
Roger AdolphRettungsplan für Webasto besiegelt - Webasto sichert Zukunft mit Milliarden-Rettungspaket und Stellenabbau
Webasto finalisiert Rettungspaket zur Stabilisierung der Finanzen
Nach monatelanger Unsicherheit hat der Zulieferer Webasto ein Rettungspaket geschnürt, um seine Finanzen zu konsolidieren. Die Vereinbarung umfasst verlängerte Kredite in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sowie neue Kreditlinien über 200 Millionen Euro. Zudem haben große Automobilhersteller ihre Unterstützung für den Restrukturierungsplan zugesagt.
Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit 15.300 Mitarbeiter, davon 3.700 in Deutschland. Im Rahmen des neuen Plans sollen in Deutschland rund 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, weitere Kürzungen sind im Ausland vorgesehen. Der Hauptstandort in Stockdorf bei München bleibt jedoch gesichert, und derzeit sind keine zusätzlichen Entlassungen in Deutschland geplant.
Webasto rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit Verlusten, strebt jedoch bis 2026 die Gewinnschwelle an. Ab 2027 soll das Unternehmen profitabel wirken, während die vollständige Umstrukturierung bis 2028 abgeschlossen sein soll. Durch den Personalabbau erhofft sich Webasto jährliche Einsparungen von 150 Millionen Euro.
Auch die Kunden werden sich an der Sanierung beteiligen, indem sie bis 2028 höhere Preise zahlen. Die Dachsysteme-Sparte, die als Kerngeschäft gilt, soll den größten Teil der künftigen Investitionen erhalten.
Die Restrukturierung zielt darauf ab, die Kosten zu senken und die Aktivitäten auf die wichtigsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Webastos Zeitplan sieht vor, 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen, 2027 profitabel zu werden und die Umstrukturierung bis 2028 vollständig umzusetzen. Die langfristige Zukunft des Unternehmens hängt nun davon ab, ob diese finanziellen und operativen Ziele erreicht werden.






