Wallaby auf der Flucht: Berlin sucht verzweifelt nach dem entlaufenen Beuteltier
Stjepan StaudeWallaby auf der Flucht: Berlin sucht verzweifelt nach dem entlaufenen Beuteltier
Flüchtendes Wallaby in Berlin: Von Amüsement zu Sorge um das Tier
Seit Sonntag ist ein Wallaby in Berlin auf freiem Fuß, nachdem es seinem Besitzer im Stadtteil Spandau-Kladow entkommen ist. Anfangs sorgten Sichtungen des Tieres für Belustigung in den sozialen Medien – virale Videos erreichten Hunderttausende Aufrufe. Doch mit sinkenden Temperaturen wächst die Besorgnis um das Wohl des Beuteltiers.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, als das kleine Känguru – später als Wallaby identifiziert – in Kladow von seinem Halter floh. Anwohner entdeckten es schnell, und die Polizei schloss sich der Suche an. Nach einer zweistündigen Verfolgungsjagd verschwand das Tier jedoch im nahen Wald.
Am Montag meldete ein Anwohner eine Sichtung des Wallabys in der Nähe des Sakrower Kirchwegs. Behörden und Freiwillige setzen die Suche fort, während lokale Medien wie der rbb und die B.Z. über die laufenden Bemühungen berichten. Die Polizei betonte allerdings, nicht aktiv nach dem Tier zu fahnden, sondern nur bei erneuten Sichtungen zu reagieren.
Während das öffentliche Interesse von Neugier zu Besorgnis umschlug, rieten Experten zur Vorsicht bei einer Begegnung mit dem Wallaby. Im Gegensatz zu größeren Kängurus stellt diese Art für Erwachsene keine Gefahr dar – das Tier misst lediglich 70 bis 80 Zentimeter. Behörden warnten jedoch davor, wegzulaufen, die Arme zu rudern oder sich größer zu machen, da solche Verhaltensweisen das Tier provozieren könnten. Stattdessen sollte man ruhig bleiben und sich langsam entfernen. Kindern wird geraten, seitlich rückwärtszugehen, ohne abrupt zu reagieren. Im Falle eines Angriffs empfiehlt es sich, flach auf den Bauch zu legen und mit den Armen Kopf und Nacken zu schützen.
Die Behörden stellten klar, dass der Vorfall keine Verbindung zu Marc-Uwe Klings satirischem Känguru-Manifest hat.
Die Suche nach dem Wallaby geht weiter, während die sinkenden Temperaturen die Sorgen um sein Überleben verstärken. Freiwillige und lokale Medien bleiben eingebunden, die Polizei steht bereit, falls das Tier wieder auftaucht. Bis dahin werden Anwohner aufgefordert, bei einer Begegnung mit dem entlaufenen Beuteltier die Sicherheitshinweise zu beachten.






