27 March 2026, 06:11

Vaterstetten bekommt erste Bürgermeisterin nach historischer Stichwahl

Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Vaterstetten bekommt erste Bürgermeisterin nach historischer Stichwahl

Vaterstetten wählt erste Bürgermeisterin nach entscheidender Stichwahl

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Maria Wirnitzer, die 62-jährige SPD-Kandidatin aus Baldham, hat mit 55 Prozent der Stimmen die Stichwahl für sich entschieden und damit Amtsinhaber Leonhard Spitzauer besiegt. Das Ergebnis markiert einen deutlichen Wandel in der lokalen Politik nach Spitzauers sechsjähriger Amtszeit als Bürgermeister.

Die Stichwahl fand am 22. März 2026 statt und beendete Spitzauers einzige Amtszeit. 2020 hatte er sich mit knappem Vorsprung von 50,66 Prozent gegen Wirnitzers 49,34 Prozent durchgesetzt – diesmal fiel die Entscheidung jedoch deutlich zu ihren Gunsten aus. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses verließ Spitzauer das Rathaus, äußerte Enttäuschung und gratulierte gleichzeitig seiner Nachfolgerin.

Wirnitzer bezeichnete ihren Sieg als unerwartet und gab sich "völlig überwältigt" von der starken Unterstützung. Sie führte ihren Erfolg auf den Wunsch der Wähler nach Veränderung und ihre langjährigen Verbindungen zu den Bürgern zurück, die sie als stellvertretende Bürgermeisterin aufgebaut hatte. Als erste Frau an der Spitze Vaterstettens – der größten Gemeinde des Landkreises – versprach sie, alle Bürger zu vertreten, auch jene, die nicht für sie gestimmt hätten.

Die Wahl veränderte auch die Zusammensetzung des Gemeinderats. Während die CSU 2020 noch 12 Sitze hielt, konnten 2026 die Grünen und die SPD jeweils sechs Sitze gewinnen – ein Zeichen für den politischen Wandel in der Gemeinde.

Wirnitzers Sieg beendet Spitzauers Amtszeit und leitet eine neue Ära in der Führung Vaterstettens ein. Der wachsende Einfluss der SPD im Gemeinderat deutet auf weitere Verschiebungen in der lokalen Politik hin. Die neue Bürgermeisterin steht nun vor der Aufgabe, eine gespaltene Wählerschaft zu einen, wenn sie ihr Amt antritt.

Quelle