Stimmenklau in Düdingen: Wahlmanipulation erschüttert Kommunalpolitik
Alexander TextorStimmenklau in Düdingen: Wahlmanipulation erschüttert Kommunalpolitik
Behörden in Düdingen untersuchen Vorwürfe der Stimmenklau während der jüngsten Kommunalwahlen. Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem Dutzende Wahlzettel mit auffällig ähnlicher Handschrift entdeckt wurden. Nun prüfen die Verantwortlichen, ob die Unregelmäßigkeiten das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten.
Der Fall kam vergangenen Sonntag ans Licht, als das Wahlamt während der Stimmenauszählung auf die verdächtigen Stimmzettel aufmerksam wurde. Die Mitarbeiter alarmierten umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense. Der Fall wurde anschließend an die Staatsanwaltschaft Freiburg zur weiteren Prüfung übergeben.
Stimmenklau – also das Einsammeln und Einreichen fremder Wahlunterlagen durch Dritte – ist in der Schweiz verboten. Gemäß Artikel 282bis des Strafgesetzbuches drohen Verurteilten Geldstrafen. Der Gemeinderat von Düdingen, das 50 Sitze zählende lokale Parlament, könnte von den mutmaßlichen Manipulationen betroffen sein.
Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Unregelmäßigkeiten das Endergebnis der Wahl beeinflusst haben. Die Ermittlungen laufen noch, ein Abschlussdatum steht bisher nicht fest. Die Behörde wird klären, ob das Wahlergebnis durch den Verdacht auf Stimmenklau verfälscht wurde. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, könnten nach Schweizer Recht Geldstrafen verhängt werden. Die Erkenntnisse könnten zudem dazu führen, dass künftige Wahlen in Düdingen strenger überwacht werden.






