Schülerwettbewerb beleuchtet deutsch-kasachische Geschichte durch persönliche Geschichten
Stjepan StaudeSchülerwettbewerb beleuchtet deutsch-kasachische Geschichte durch persönliche Geschichten
Binationaler Schülerwettbewerb rückt gemeinsame Geschichte Deutschlands und Kasachstans in den Fokus
Ein binationaler Schülerwettbewerb hat die geteilte Geschichte zwischen Deutschland und Kasachstan in den Mittelpunkt gerückt. Die Veranstaltung sollte die kulturellen Verbindungen vertiefen und das gemeinsame Erbe der beiden Nationen erkunden. Organisiert wurde sie von mehreren Institutionen, darunter das Innenministerium und das Bildungsministerium.
Der Wettbewerb regte junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu an, sich mit der komplexen Vergangenheit der Deutschen in Kasachstan auseinanderzusetzen. Traditionen hatten im Verborgenen überdauert, wurden leise von Generation zu Generation weitergegeben – ein Zeugnis von Durchhaltevermögen und Identität.
Die 16-jährige Fiora Marte, Schülerin des Elisabeth-Selbert-Gymnasiums, gewann den Hauptpreis. Ihr Projekt bestand aus einem siebenminütigen Podcast, der historische Recherche mit persönlichen Geschichten verband. Inspiriert wurde sie dabei von einem Buch des Autors Alexander Krylow, das die harte Realität von Zwangsarbeit und Lebensbedingungen der deutschen Gemeinschaft dokumentiert.
In ihrem Podcast kam auch Irina Albul zu Wort, eine Wolgadeutsche, die ihre schmerzhaften Erinnerungen an die Ankunft in Kasachstan teilte. Martes Verständnis für das Thema prägte ihr Geschichtslehrer Andreas Fuchs, der vor drei Jahrzehnten von Almaty nach Deutschland ausgewandert war.
Die prämierten Arbeiten werden im Foyer des Innenministeriums in Stuttgart ausgestellt. Unterstützt wurde der Wettbewerb vom „Verband der Deutschen Kasachstans ‚Wiedergeburt‘“ und dem „Haus der Heimat Baden-Württemberg". Sein Erfolg spiegelt das wachsende Interesse an den gemeinsamen kulturellen und historischen Bindungen zwischen beiden Ländern wider.
