29 June 2026, 12:19

Deutsche Nationalmannschaft kämpft mit alten Schwächen vor der WM 2026

Keine Entschuldigungen dieses Mal

Deutsche Nationalmannschaft kämpft mit alten Schwächen vor der WM 2026

Die deutsche Nationalmannschaft gerät zunehmend in die Kritik, da ihre jüngsten Leistungsschwächen Zweifel an der Vorbereitung auf die WM 2026 aufkommen lassen. Der DFB hatte gehofft, das Turnier könne sich allein auf den sportlichen Wettbewerb konzentrieren – doch frühe Rückschläge haben die Schwächen des Teams umso deutlicher ins Rampenlicht gerückt.

Schon in der Vorrunde zeigten sich langjährige Probleme. Die Siege gegen Curaçao und der knappe Erfolg über die Elfenbeinküste wurden von einer Niederlage gegen Ecuador gefolgt. Die Offensive mangelt es an Variabilität: Ähnliche Spielertypen machen das Spiel vorhersagbar, sobald der Zentrumsbereich überlastet ist. Auch in der Defensive gibt es weiterhin Lücken, besonders auf der rechten Seite mit Joshua Kimmich und im Tor mit Manuel Neuer.

Bundestrainer Julian Nagelsmann räumte vor dem Achtelfinale gegen Paraguay ein, dass die Mannschaft in körperlicher Härte und Zweikampfstärke Defizite aufweist. Dennoch zeigte sich Rudi Völler vor der Partie zuversichtlich – obwohl Paraguay in der Qualifikation bereits Brasilien und Argentinien geschlagen hatte. Nathaniel Brown und Deniz Undav stachen als seltene Lichtblicke hervor: Ihre Explosivität und Dynamik geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

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Historisch betrachtet hat Deutschland gegen favorisierte Gegner oft überzeugt, doch gegen taktisch disziplinierte Teams, die aggressiv pressen, tut sich die Mannschaft schwer. Völler lobte zwar den Kampfgeist und die Leidenschaft der Spieler, doch die Fans bemerken zunehmend Verunsicherung und mangelnde Klarheit in ihren Auftritten.

Möglicherweise haben sowohl der DFB als auch die deutsche Öffentlichkeit die Probleme der Mannschaft unterschätzt. Der aktuelle Ergebnisdruck hat Lücken in der Tiefe des Kaders, der defensiven Stabilität und der Anpassungsfähigkeit offenbart. Will Deutschland bis zum nächsten großen Turnier wieder konkurrenzfähig sein, müssen diese Schwächen dringend behoben werden.

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