10 May 2026, 10:10

Rückschlag für Deutschlands militärische Abschreckung: USA ziehen Tomahawk-Zusage zurück

Nahaufnahme eines Militärfahrzeugs mit einer runden, grün-weißen Rakete, die seitlich in einem Metallrahmen montiert ist.

Rückschlag für Deutschlands militärische Abschreckung: USA ziehen Tomahawk-Zusage zurück

Deutschlands Pläne zur Stärkung der militärischen Abschreckung erleiden Rückschlag nach US-Entscheidung

Die Bemühungen Deutschlands, seine militärische Abschreckung auszubauen, haben einen Dämpfer erhalten, nachdem die USA ihre Zusage zurückgezogen haben, Marsflugkörper vom Typ Tomahawk im Land zu stationieren. Die Absage hat scharfe Kritik von Verteidigungsexperten ausgelöst, die nun vor einer wachsenden „Abschreckungslücke“ warnen. Abgeordnete fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dringend eine alternative Lösung.

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Die Tomahawk-Raketen sollten ursprünglich als Übergangslösung dienen, während Europa an eigenen präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen arbeitet. Ihr Abzug hinterlässt nun eine Lücke, die Fachleute als Schwächung der deutschen Verteidigungsfähigkeit bewerten. Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, fordert einen „Aktionsplan 2029“, um zügig eine glaubwürdige Abschreckungskapazität aufzubauen.

Erndl rief Pistorius zudem auf, innovative Lösungen von jungen deutschen Unternehmen zu prüfen, die sich auf die Entwicklung von Marschflugkörpern spezialisiert haben. Gleichzeitig betonte Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, die Notwendigkeit, die europäische Raketenproduktion zu beschleunigen. Sie schlug eine Zusammenarbeit mit der Ukraine vor, die im laufenden Krieg praktische Erfahrungen in der Raketentechnik gesammelt hat.

Sowohl Erndl als auch Möller sind sich einig, dass Deutschland und seine europäischen Partner bereits über das technische Know-how und die industrielle Kapazität verfügen, um moderne Raketensysteme herzustellen. Nun komme es darauf an, diese Ressourcen schnell zu mobilisieren, um die durch den US-Rückzug entstandene Lücke zu schließen.

Der Stopp der Tomahawk-Stationierung zwingt die deutsche Führungsebene, nach schnelleren Alternativen zu suchen. Pistorius steht unter Druck, einen konkreten Plan vorzulegen, der bis 2029 eine funktionsfähige Langstrecken-Schlagfähigkeit sichert. Ohne zügiges Handeln, warnen Experten, könnte die Abschreckungsfähigkeit Europas in den kommenden Jahren anfällig bleiben.

Quelle