Regensburg reformiert Kinderschutz und Jugendsozialarbeit mit klarem Budgetkurs
Stjepan StaudeRegensburg reformiert Kinderschutz und Jugendsozialarbeit mit klarem Budgetkurs
Jugendamt Regensburg passt Kinderschutz und Unterstützungsangebote an
Das Jugendamt des Landkreises Regensburg hat im vergangenen Jahr weitreichende Änderungen im Kinderschutz und bei den Unterstützungsleistungen vorgenommen. 2025 wurde eine neue Fachstelle eingerichtet, um den wachsenden Herausforderungen zu begegnen, während durch Budgetanpassungen und Personalumverteilungen schulbezogene Programme ausgebaut wurden – ohne zusätzliche Einstellungen. Zu den jüngsten Entscheidungen zählen zudem Pilotprojekte und strengere Kostenkontrollen, um die steigende Nachfrage zu bewältigen.
Im Oktober 2025 richtete das Amt innerhalb des Fachbereichs Soziale Dienste die Beratungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) ein. Sechs Vollzeit-Fachkräfte kümmern sich seitdem um komplexe Kinderschutzfälle und reagieren damit auf den gestiegenen Bedarf.
Kostenmanagement als Schwerpunkt 2025 Nach deutlichen Ausgabensteigerungen bei der individuellen schulischen Einzelfallhilfe wurden 2025 neue Regelungen eingeführt, die zu einer Reduzierung der bearbeiteten Fälle und geringeren Ausgaben führten. Zu den Maßnahmen zählten strengere Fallprüfungen, höhere Erstattungsansprüche gegenüber externen Trägern sowie die gebündelte Bereitstellung von Schulbegleitdiensten. Dadurch konnte das Budget stabilisiert werden: Der Zuschussantrag für 2026 beläuft sich auf 42,034 Millionen Euro – nur 22.700 Euro über dem Vorjahreswert.
Ausbau der schulbezogenen Jugendsozialarbeit trotz Personalstagnation Obwohl im Haushalt 2025 keine neuen Stellen für die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) vorgesehen waren, genehmigte der Ausschuss sieben Neuanträge und zwei Anträge auf Stundenaufstockung. Durch die Umverteilung bestehender Kräfte konnte das JaS-Angebot von 41 auf 46 Schulen ausgeweitet werden; eine weitere Einrichtung wird durch einen Träger der Evangelischen Jugendsozialarbeit betreut. Insgesamt profitieren nun 47 Schulen von dem Programm.
Alternative Hilfsangebote wachsen Auch andere Unterstützungsformate werden ausgebaut: Die Initiative PROS startete, und das Pooling-System wurde auf die Beratungsstellen in Neutraubling und Hemau ausgeweitet. Ab Mai 2026 folgt ein Pilotprojekt mit ambulanten Sprechstunden durch sozialpädagogische Fachkräfte in den Familienberatungsstellen Regenstauf und Schierling.
Haushalt 2026 einstimmig beschlossen Der Jugendhilfeausschuss stimmte am 17. März dem Haushalt 2026 zu. Die endgültige Verabschiedung durch den Kreistag wird Mitte April erwartet.
Die Anpassungen des Landkreises haben die Unterstützung für Schulen und Familien ausgeweitet, während das Budget nur minimal wuchs. Durch strengere Kostenkontrollen, Personalumverteilungen und Pilotprojekte soll die Nachfrage ohne zusätzliche Einstellungen gedeckt werden. Der beschlossene Haushalt und die erweiterten Leistungen gehen nun in die finale Abstimmung im April.






