20 April 2026, 02:12

Rassistische Vorfälle überschatten Drittliga-Spiel zwischen München und Cottbus

Eine Gruppe von maskierten Menschen geht mit einer Fahne die Straße entlang, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, was auf eine Protestaktion gegen Rassismus hinweist.

Polizei untersucht nach 'Löwen'-Spiel-Rassismus-Skandal - Rassistische Vorfälle überschatten Drittliga-Spiel zwischen München und Cottbus

Drittliga-Spiel zwischen TSV 1860 München und Energie Cottbus von zwei rassistischen Vorfällen überschattet

Am Samstag wurde das Drittliga-Spiel zwischen TSV 1860 München und Energie Cottbus von zwei rassistischen Vorfällen belastet. Die Partie wurde kurzzeitig unterbrochen, nachdem ein Zuschauer den TSV-Spieler Justin Butler rassistisch beleidigt hatte. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen zu beiden Fällen eingeleitet.

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Beim ersten Vorfall wurde der 26-jährige Justin Butler von einem 36-jährigen Mann aus den Zuschauerreihen mit rassistischen Äußerungen beschimpft. Schiedsrichter Konrad Oldhafer unterbrach das Spiel daraufhin für etwa zehn Minuten. Sicherheitskräfte entfernten den Täter, einen Bewohner aus Landshut, und übergaben ihn den Behörden. Ein später durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,4 Promille.

Die Polizei bestätigte zudem einen zweiten Vorfall während desselben Spiels. Ein weiterer Zuschauer zeigte den Hitlergruß, woraufhin die Verantwortlichen weitere Maßnahmen einleiteten. TSV 1860 München gewann die Partie letztlich mit 3:0.

Nach dem Spiel äußerte sich Butler zu den Vorfällen und bezeichnete sie als schockierend und zutiefst traurig. Er betonte, dass Rassismus in der Gesellschaft keinen Platz habe.

Die Behörden prüfen beide Fälle nun im Rahmen ihrer laufenden Ermittlungen. Der Verein und Ligaverantwortliche haben bisher keine weiteren Schritte angekündigt. Die Vorfälle ereigneten sich im Zuge eines Spiels, das TSV 1860 München mit einem 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus für sich entschied.

Quelle