Kunst als Protest: Wie Postkarten iranische Frauen und Journalisten stärken
Stjepan StaudeKunst als Protest: Wie Postkarten iranische Frauen und Journalisten stärken
"Postkarten für den Iran": Ein Kunstprojekt unterstützt iranische Frauen und Journalisten
Ein neues gemeinnütziges Projekt mit dem Namen Postkarten für den Iran ist gestartet, um iranische Frauen und lokale Journalist:innen zu unterstützen. Initiiert wurde die Aktion vom Berliner Fotografen Lenny Rothenberg, der 22 Künstler:innen zusammengebracht hat, um durch Kunst Spenden zu sammeln. Ziel ist es, sowohl finanzielle Hilfe als auch globale Sichtbarkeit für diejenigen zu schaffen, die im Iran mit Herausforderungen konfrontiert sind.
Die Idee entstand, als Rothenberg nach Wegen suchte, Iraner:innen über reine Geldspenden hinaus zu helfen. Ihm wurde klar, dass Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und das Teilen von Geschichten genauso wichtig sind wie materielle Unterstützung. Gemeinsam mit 21 weiteren Fotograf:innen – darunter Chiara Baluch – schuf er ein Set aus 44 Postkarten mit ihren Werken.
Die Sets werden für je 22 Euro verkauft, wobei der gesamte Erlös iranischen Initiativen zugutekommt. Über 100 Sets wurden innerhalb weniger Tage verkauft, und die Organisator:innen streben an, diese Zahl bald zu verdoppeln. Rothenberg arbeitet eng mit der iranischen Sektion von Amnesty International zusammen, um sicherzustellen, dass die Gelder diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.
Baluch, eine der beteiligten Künstlerinnen, ist überzeugt, dass kleine Projekte wie dieses größere Veränderungen anstoßen können. Die Kampagne fördert zudem Solidarität zwischen Künstler:innen und Gemeinschaften und ermutigt zu gemeinsamem Handeln für die Zukunft des Iran.
Das Projekt Postkarten für den Iran hat bereits an Fahrt aufgenommen – mit starken Anfangsverkäufen und wachsendem Interesse. Die eingenommenen Mittel kommen direkt iranischen Frauen und Journalist:innen zugute, die vor Ort arbeiten. Die Organisator:innen werben weiterhin für breitere Unterstützung durch Kunst und geteilte Geschichten.






