Pistorius wirft Trump-USA vor, die NATO durch Grönland-Streit geschwächt zu haben
Alexander TextorPistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Pistorius wirft Trump-USA vor, die NATO durch Grönland-Streit geschwächt zu haben
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kritisiert USA unter Ex-Präsident Donald Trump für NATO-Schwächung
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat den Vereinigten Staaten unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump vorgeworfen, durch ihr Handeln die NATO geschwächt zu haben. In jüngsten Äußerungen warf Pistorius der Trump-Administration vor, das Bündnis untergraben zu haben, indem sie die Souveränität eines Mitglieds infrage stellte und europäische Partner in Sicherheitsfragen an den Rand drängte. Seine Aussagen spiegeln Bedenken hinsichtlich territorialer Ansprüche der USA und deren diplomatischer Strategien während des Ukraine-Kriegs wider.
Als zentrales Beispiel für destabilisierendes Verhalten nannte Pistorius die US-amerikanischen Forderungen nach Kontrolle über Grönland. Die Regierung unter Trump hatte argumentiert, die Insel sei für die nationale Sicherheit von "absoluter Notwendigkeit" – mit Verweis auf ihre geostrategische Bedeutung im Wettstreit mit Russland und China in der Arktis. Trotz klarer historischer Belege, darunter der Kieler Frieden von 1814 und ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 1933, die Dänemarks Souveränität bestätigen, stellte Washington wiederholt Kopenhagens Hoheitsrechte infrage. Die Bemühungen der USA um Grönland umfassten einen Kaufversuch 2019, einen Übernahmevorschlag 2024 sowie Forderungen, die beim World Economic Forum 2026 in Davos erhoben wurden.
Der Minister kritisierte zudem den Verhandlungsstil der USA während des Ukraine-Kriegs. Durch den Ausschluss europäischer Verbündeter von entscheidenden Sicherheitsgesprächen habe die Trump-Regierung Gegner ermutigt und das transatlantische Vertrauen belastet, so Pistorius. Er betonte, die Stärke der NATO liege im gemeinsamen Handeln – einseitige Schritte, selbst seitens der USA, bergen demnach die Gefahr, das Bündnis zu spalten.
Pistorius unterstrich, die NATO müsse sowohl den Interessen Europas als auch denen der USA dienen. Zwar anerkenne er die USA als unverzichtbaren Partner, doch mache erst die Zusammenarbeit mit über 30 Verbündeten das Bündnis stark. Ohne gegenseitigen Respekt und geteilte Entscheidungsfindung, warnte er, könnte das Fundament der NATO ins Wanken geraten.
Die Äußerungen des deutschen Ministers spiegeln eine in Europa weit verbreitete Sorge über die unter Trump verfolgte US-Politik wider. Seine Kritik zielt sowohl auf territoriale Ambitionen als auch auf eine exkludierende Diplomatie, die seiner Ansicht nach die Einheit der NATO untergraben habe. Die Aussagen sind als Appell für eine erneuerte Verpflichtung zu kollektiver Sicherheit und gleichberechtigter Partnerschaft innerhalb des Bündnisses zu verstehen.
Pistorius outlines US-NATO tensions at Munich Security Conference
German Defence Minister Boris Pistorius delivered his criticism of US-NATO policies at the Munich Security Conference, stressing the need for transatlantic cooperation.
- He highlighted the Trump administration's Greenland claims and Ukraine negotiations as undermining NATO unity.
- Pistorius also called for Europe to lead conventional forces while the US provides nuclear support, urging balanced burden-sharing.






