03 April 2026, 08:11

Neue 380-kV-Stromleitung in Mittelfranken: Planfeststellungsverfahren gestartet

Schwarz-weiß-Foto eines Hochspannungsmasten mit Drähten vor einem Himmel, mit Text unten.

Neue 380-kV-Stromleitung in Mittelfranken: Planfeststellungsverfahren gestartet

Die Regierung von Mittelfranken hat das offizielle Planfeststellungsverfahren für eine neue 380-Kilovolt-Stromleitung eingeleitet. Das Projekt sieht den Ersatz einer bestehenden 220-kV-Leitung zwischen Raitersaich-West und Ludersheim-West vor. Nach Angaben der Behörden ist die Aufrüstung entscheidend, um den steigenden Energiebedarf zu decken und die Energiewende in Deutschland voranzutreiben.

Die geplante Leitung ist Teil einer insgesamt 170 Kilometer langen Trasse, die von Raitersaich bis Altheim führen soll. Langfristig wird sie die bestehende 220-kV-Verbindung zwischen Ludersheim und Aschaffenburg ersetzen. Der Netzbetreiber TenneT bezeichnet das Vorhaben als wichtigen Schritt zur Stärkung des Netzes zwischen Mittelfranken und Niederbayern.

Das Planungsverfahren betrifft mehrere Gemeinden, darunter Großhabersdorf, Roßtal, Rohr, Schwabach, Nürnberg und Wendelstein. Drei der betroffenen Kommunen sowie zwei Landkreise verfügen bereits über Erfahrungen mit ähnlichen TenneT-Projekten. Bürgerinnen, Bürger und Organisationen können die Unterlagen vom 13. November bis zum 12. Dezember 2025 online über die Websites der Kommunal- und Regionalbehörden einsehen.

Das Verfahren sieht eine öffentliche Beteiligung vor, bei der lokale Behörden und private Akteure Stellungnahmen abgeben können. Einsprüche sind bis zum 27. Dezember 2025 möglich – schriftlich, persönlich oder digital über ein sicheres Formular mit qualifizierter Signatur. Die Behörden werden alle öffentlichen und privaten Belange abwägen, bevor die Pläne finalisiert werden.

Durch die Erhöhung der Spannung von 220 kV auf 380 kV wird die Übertragungskapazität deutlich gesteigert. Laut Behörden ist dies notwendig, um die wachsenden Energieflüsse zu bewältigen und mehr erneuerbare Energien ins Netz zu integrieren.

Die nächsten Schritte des Projekts hängen von den Rückmeldungen der Anwohner und Beteiligten ab. Bei einer Genehmigung würde die Hochspannungsleitung die Modernisierung der regionalen Energieinfrastruktur vorantreiben. Die endgültige Entscheidung erfolgt nach Prüfung aller eingereichten Einsprüche und Stellungnahmen.

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