03 April 2026, 16:17

Landwirt setzt auf Arnika-Anbau als lukrative Nische mit Heilwirkung

Helle gelbe Arnica-Blumen in einem leicht unscharfen Grasfeld.

Landwirt setzt auf Arnika-Anbau als lukrative Nische mit Heilwirkung

Ein deutscher Landwirt hat sich einer seltenen, aber lukrativen Kultur zugewandt, um sein Einkommen zu diversifizieren. Markus Grundner baut auf seinem 280 Hektar großen Hof nun Arnika an – eine Pflanze, die für ihre heilende Wirkung bekannt ist. Da wilde Arnika in Deutschland unter Naturschutz steht, bieten angebaute Sorten eine nachhaltige und gewinnbringende Alternative.

Wilde Arnika ist in Deutschland gesetzlich geschützt, was die Ernte in natürlichen Lebensräumen erschwert. Diese Einschränkung hat Landwirte wie Markus Grundner dazu veranlasst, den Anbau zu erkunden. Seine Zusammenarbeit mit Eskusa, einem Unternehmen, das sich auf Nischenkulturen spezialisiert hat, sichert ihm einen stabilen Absatzmarkt für seine Erzeugnisse.

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Die Pflanze gedeiht auf gut durchlässigen, leicht sauren Böden mit niedrigem Phosphorgehalt und gleichmäßiger Feuchtigkeit. Sobald sie etabliert ist, erfordert Arnika nur wenig Pflege und liefert über ihre Lebensdauer hinweg sechs Ernten. Das macht sie für Landwirte, die langfristige Erträge suchen, zu einer attraktiven Option.

Arnikablüten werden zu Salben und Tinkturen verarbeitet, die wegen ihrer entzündungshemmenden, schmerzlindernden und antibakteriellen Eigenschaften geschätzt werden. Wild gesammelte Arnika erzielt derzeit Preise von etwa 200 Euro pro Kilogramm. Im Rahmen von Vertragsanbau erhält Grundner zwar 100 Euro pro Kilogramm, profitiert jedoch von garantierten Abnahmeverträgen über einen längeren Zeitraum.

Die Pharmaindustrie bezieht traditionell Wildsammlungen aus Südosteuropa. Durch den heimischen Anbau erschließt Grundner einen Nischenmarkt und entlastet gleichzeitig die wilden Bestände.

Grundners Umstieg auf den Arnikaanbau zeigt das Potenzial von Nischenkulturen in der modernen Landwirtschaft. Die medizinische Nachfrage und die vertraglich gesicherten Absatzwege bieten finanzielle Stabilität. Bei geeigneten Bodenbedingungen und minimalem Pflegeaufwand könnte die Pflanze künftig auch für weitere Landwirte eine lohnende Option werden.

Quelle