13 March 2026, 14:12

Naturschutz in Landshut: Wie der LPV seltene Arten und Lebensräume rettet

Ein detaillierter Plan der Gärten der Zoologischen und Unterbringungsgesellschaft von Victoria, Royal Park, Melbourne, mit verschiedenen Pflanzen, Bäumen und Textanmerkungen.

Naturschutz in Landshut: Wie der LPV seltene Arten und Lebensräume rettet

Naturschutzbemühungen in der Region Landshut verzeichnen bedeutende Fortschritte

In den letzten Jahren hat der Naturschutz im Landkreis Landshut erhebliche Erfolge erzielt. Der Landshuter Landschaftspflegeverband (LPV) treibt zahlreiche Projekte voran – von der Renaturierung von Lebensräumen über die Dokumentation seltener Arten bis hin zur Einbindung der lokalen Bevölkerung und der Generierung von Einnahmen durch nachhaltige Initiativen.

Eines der wichtigsten Vorhaben des LPV ist das Projekt "Ochsen in der Ochsenau", das 2018 gestartet wurde. Seitdem haben Forscher in den Feuchtgebieten der Ochsenau über 1.200 Insektenarten und mehr als 150 Wirbeltierarten nachgewiesen. Zudem wurden seltene Pflanzen und Tiergemeinschaften entdeckt, was die Grundlage für künftige Schutzstrategien bildet.

Der LPV hat seine Arbeit auf verschiedene Ökosysteme ausgeweitet. Neue Laichgewässer sichern die Bestände von Amphibien und tragen zu ihrem langfristigen Überleben bei. An der Großen Vils wurden Laichplätze für Fischarten wie Nase und Barbe wiederhergestellt, um ihre Populationen zu stärken. In den Wörnstorfer Streuobstwiesen schützt ein Pflegevertrag Obstbäume und fördert naturschonende Mahdmethoden.

Auch innovative Lösungen kommen zum Einsatz: Ein elektrifiziertes Zaunsystem im Mettenbach-Grießenbacher Moor bewährte sich im ersten Jahr erfolgreich beim Schutz von Wiesenbrütern. Nun plant der LPV, sein Beweidungskonzept auf das gesamte Naturschutzgebiet auszuweiten, um die Artenvielfalt weiter zu steigern.

Neben der ökologischen Arbeit hat die Organisation ihre finanzielle Basis gestärkt. 2024 verzeichnete der LPV sechsstellige Einnahmen, unter anderem durch Ausgleichsmaßnahmen für die Südostlink-Stromtrasse von TenneT. Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement bleiben zentrale Erfolgsfaktoren – so brachte etwa das Projekt "Landshut blüht" seit 2016 über 80 Hektar Blumenwiesen und 2.200 Hochstamm-Obstbäume hervor.

Durch das Zusammenspiel dieser Maßnahmen hat der LPV messbare Erfolge im Artenschutz, bei der Lebensraumrenaturierung und der Bürgerbeteiligung erzielt. Mit laufenden Projekten und neuen Partnerschaften festigt der Verband den Naturschutz in der Region Landshut und sichert gleichzeitig die Finanzierung zukünftiger Vorhaben.

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