Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Weihnachtsradition bis heute überlebt
Stjepan StaudeNationaler Krippentag: Wie eine uralte Weihnachtsradition bis heute überlebt
Nationaler Krippentag: Ein Fest mit jahrhundertealter Tradition
Jedes Jahr am 7. Dezember wird der Nationale Krippentag begangen. Das Fest würdigt eine Tradition, die bis ins frühe Christentum zurückreicht und bis heute in modernen Darstellungen weiterlebt. Während Weihnachtskrippe einst vor allem in Kirchen zu finden waren, liegt ihre Pflege heute zunehmend in den Händen privater Sammler und begeisterter Liebhaber.
Die ersten Krippendarstellungen waren schlicht gehalten und zeigten lediglich das Jesuskind zwischen einem Ochsen und einem Esel. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Brauch weiter: Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts übernahmen italienische Haushalte die Tradition. Im frühen 17. Jahrhundert begannen auch deutsche Kirchen, Weihnachtskrippe auszustellen – besonders beliebt wurden sie während des Barock.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bereicherten zusätzliche Figuren wie Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige die Szenen. Doch 1802 zwang die Säkularisierung die Krippendarstellungen aus den Kirchen in private Haushalte. Im späten 19. Jahrhundert ermöglichte die Massenproduktion erschwingliche Figuren, sodass sich auch Familien mit bescheidenem Einkommen eine Krippe leisten konnten.
Heute lebt die Tradition vor allem durch private Sammler und Krippenbauvereine weiter. Der Feiertag selbst geht auf Sven Giese zurück, den Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".
Der Nationale Krippentag lenkt den Blick auf einen Brauch, der sich von seinen religiösen Wurzeln zu einer kulturellen Tradition gewandelt hat. Während die Darstellungen einst auf Kirchen beschränkt waren, hängt ihr Fortbestand heute vom Engagement Einzelner ab. Die jährliche Würdigung am 7. Dezember sorgt dafür, dass die handwerkskünstlerische Tradition auch in der heutigen Festtagszeit lebendig bleibt.






