11 May 2026, 04:11

Nach 48 Stunden gefeuert: Praktikantin verliert Job wegen minimaler Verspätung in München

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Nach 48 Stunden gefeuert: Praktikantin verliert Job wegen minimaler Verspätung in München

Kaajal Tekwani zog für ein Praktikum bei einem Start-up nach München – doch bereits nach 48 Stunden verlor sie ihren Job. Die plötzliche Kündigung folgte auf eine geringe Verspätung an ihrem ersten Tag im Büro, obwohl sie das Team zuvor über eine Augeninfektion informiert hatte. Ihre Geschichte, die sie online teilte, löste seitdem eine breite Debatte über die Risiken von Auslandspraktika und die Arbeitskultur in Start-ups aus.

Tekwani hatte mehrere Vorstellungsgespräche durchlaufen und eine Testaufgabe absolviert, bevor sie die Stelle annahm. Sie lehnte sogar andere Jobangebote ab, um bei dem Münchner Unternehmen anzufangen. Ihr Praktikum begann am 15. August im Remote-Modus, doch sie erhielt schon früh harte Kritik und unprofessionelle Nachrichten vom Team.

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Am ersten Tag im Büro kam sie aufgrund ihrer Augeninfektion, über die sie im Voraus Bescheid gegeben hatte, leicht zu spät. Das Unternehmen entließ sie umgehend mit der Begründung, sie passe nicht ins Team, verfüge nicht über die nötige Erfahrung auf Senior-Level und habe Pünktlichkeitsprobleme. Zwar übernahmen sie ihre Reise- und Unterkunftskosten, doch die Erfahrung hinterließ bei ihr emotionale und finanzielle Belastungen.

Nachdem sie ihre Erlebnisse in einem Video schilderte, hagelte es Reaktionen. Einige warnten vor Praktika in Start-ups, andere verteidigten ihre eigenen positiven Erfahrungen. Ein Kommentator wies darauf hin, dass Deutschland aktiv indische Fachkräfte anwirbt, und riet, ein ganzes Land nicht aufgrund eines Einzelfalls zu verurteilen. Tekwani selbst empfahl, bei kurzfristigen, schlecht bezahlten Stellen – besonders bei frühen Warnsignalen – vorsichtig zu sein.

Die virale Diskussion zeigt die Herausforderungen von Auslandspraktika, insbesondere in hochkompetitiven Start-up-Umfeldern. Tekwanis Erfahrung dient als Fallbeispiel für Arbeitssuchende, die die Risiken eines Umzugs gegen mögliche Vorteile abwägen müssen. Die Debatte unterstreicht zudem, wie wichtig es ist, Unternehmen vor einer Zusage gründlich zu recherchieren.

Quelle