Munich Re nähert sich dem Jahresziel trotz Hurrikan Melissa und sinkender Prämien
Alexander TextorMunich Re profitiert von Fehlen großer Katastrophen - Munich Re nähert sich dem Jahresziel trotz Hurrikan Melissa und sinkender Prämien
Munich Re verzeichnet starke Gewinne in den ersten neun Monaten des Jahres
Der Rückversicherer kam mit seinen Erträgen dem Jahresziel von 6 Milliarden Euro sehr nahe – begünstigt durch zwei Quartale mit außergewöhnlich geringen Großschäden. Ende Oktober traf jedoch Hurrikan Melissa die Karibik und verursachte Schaden in Höhe von geschätzten 1,2 Milliarden US-Dollar. Besonders betroffen waren Kuba, Jamaika und die Bahamas, wobei Kuba durch den Landgang als Hurrikan der Kategorie 3 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die Prämieneinnahmen des Konzerns werden in diesem Jahr voraussichtlich leicht von 62 auf 61 Milliarden Euro sinken. Ein schwächerer US-Dollar-Wechselkurs trug zu diesem Rückgang bei. Trotz der bisher geringeren Schadensfälle hat die Führung der Munich Re ihr Gewinnziel nicht angehoben und warnt, dass bis Jahresende noch erhebliche Belastungen auftreten könnten.
Am 11. Dezember wird der Vorstand die mehrjährige Strategie des Unternehmens vorstellen. Zwar profitieren Rückversicherer oft von niedrigeren als erwarteten Katastrophenschäden, doch Hurrikan Melissa wird voraussichtlich im vierten Quartal zu Verlusten im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich führen.
Trotz der bisher starken Performance bleibt die Munich Re vorsichtig. Die Auswirkungen von Hurrikan Melissa werden die endgültigen Ergebnisse prägen, wobei weitere Großschäden nicht ausgeschlossen sind. Die anstehende Strategiepräsentation wird die Ausrichtung des Konzerns für die kommenden Jahre aufzeigen.






