Münchens Eisbachwelle verschwindet erneut – Surfer kämpfen um ihre Rettung
Roger AdolphSurfer bauen eigene Eisbach-Welle - Unter dem Deckmantel der Dunkelheit - Münchens Eisbachwelle verschwindet erneut – Surfer kämpfen um ihre Rettung
Münchens berühmte Eisbachwelle ist erneut verschwunden – kurz nach ihrem überraschenden Wiederauftauchen am Wochenende. Die Kult-Surfstelle im Englischen Garten, die seit den 1970er-Jahren besteht, war Ende Oktober bei routinemäßigen Arbeiten am Flussbett zerstört worden. Nun untersuchen die Behörden, warum sich die Welle nach den Aufräumarbeiten nicht wie erwartet neu gebildet hat.
Die Eisbachwelle war bereits im Oktober verschwunden, als Arbeiter planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen am Flussbett durchführten. Jahrzehntelang nutzten Surfer die Welle – seit 2010 sogar mit offizieller Erlaubnis. Doch am Wochenende tauchten auf Instagram Videos auf, die zeigten, wie eine Gruppe von Surfern mit Holzplanken versuchte, die Welle eigenhändig wiederherzustellen. Der Munich Surf Club teilte die Aufnahmen, betonte jedoch, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein.
Für kurze Zeit war die Welle wieder surfbar, und mindestens ein Surfer wurde dabei gefilmt, wie er nachts über sie glitt. Doch bereits am Samstag war sie erneut verschwunden. Experten vermuten nun, dass der Wasserstand zu niedrig sein könnte, um die Welle zu stabilisieren. Als mögliche Lösung wird diskutiert, Kies im Flussbett aufuschütten, um die natürliche Formation wieder aufzubauen.
Die Eisbachwelle hatte in der Vergangenheit bereits mit Problemen zu kämpfen. Im Sommer 2025 ertrank eine Surferin tragischerweise, nachdem sich ihre Leash um sie herum verfangen hatte – daraufhin wurde das Surfen vorübergehend verboten. Zudem untersagt die Stadt unveränderte Eingriffe in Gewässer sowie nächtliches Surfen, was die Lage zusätzlich verkompliziert.
Die Behörden prüfen weiterhin, warum die Welle seit den Oktober-Arbeiten nicht zurückkehrte. Die Surfer hoffen auf eine Lösung – sei es durch natürliche Anpassungen oder gezielte Maßnahmen. Bis dahin bleibt die einst so zuverlässige Attraktion für Einheimische und Touristen stumm.






