27 March 2026, 12:20

München stimmt über Olympische Bewerbung 2036 ab – Risiko oder Chance?

Luftaufnahme des Olympiastadions in München, Deutschland, umgeben von Stadtgebäuden, Bäumen, Straßen, Fahrzeugen und Gras.

München will die Olympischen Spiele: Was spricht dafür, was dagegen? - München stimmt über Olympische Bewerbung 2036 ab – Risiko oder Chance?

Vier deutsche Regionen – Berlin, Hamburg, München und das Rhein-Ruhr-Gebiet – haben sich um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. München setzt in seinem Antrag auf die bereits bestehende Sportinfrastruktur, die lediglich modernisiert und nicht komplett neu gebaut werden müsste. Nun steht am kommenden Sonntag eine Bürgerabstimmung an, die über das weitere Vorgehen der Bewerbung entscheidet.

Münchens Kandidatur stützt sich auf den langjährigen Ruf der Stadt als Austragungsort großer Sportereignisse. Ein Großteil der benötigten Veranstaltungsstätten wie Stadien und Arenen existiert bereits. Vertreter der Stadt argumentieren, dass Sanierungen und Erweiterungen kostengünstiger seien als Neubauten.

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Doch die Ausrichtung Olympischer Spiele birgt finanzielle Risiken. Seit den 1960er-Jahren hat keine Gastgeberstadt ihr ursprüngliches Budget eingehalten – die Kosten explodierten oft in Milliardenhöhe. Studien zeigen zudem, dass mögliche wirtschaftliche Vorteile meist schnell verpuffen, sobald die Spiele vorbei sind.

Bei einem Erfolg der Bewerbung könnten lokale Sportvereine Zugang zu modernisierten oder neuen Anlagen erhalten. Das Olympische Dorf allein würde Tausende Wohneinheiten auf Münchens angespanntem Immobilienmarkt schaffen. Kritiker warnen jedoch, dass ein Mega-Event wie die Olympischen Spiele die Lebenshaltungskosten in einer ohnehin schon teuren Stadt weiter in die Höhe treiben könnte.

Über die reine Infrastruktur hinaus könnten die Spiele die öffentliche Förderung des Spitzensports stärken. Deutsche Athletinnen und Athleten hätten zudem die zusätzliche Motivation, vor heimischem Publikum anzutreten. Doch die endgültige Entscheidung liegt bei den Münchner Bürgerinnen und Bürgern, die am Sonntag in einem Referendum abstimmen.

Das Ergebnis der Volksabstimmung wird darüber entscheiden, ob Münchens Olympische Bewerbung voranschreitet. Bei einer Zustimmung würde die Stadt ins Rennen um die Spiele 2036, 2040 oder 2044 gehen – allerdings mit dem Wissen, dass frühere Austragungen stets die geplanten Budgets sprengten. Die neuen Wohnungen und Sporteinrichtungen könnten ein langfristiges Erbe hinterlassen, doch die wirtschaftlichen Langzeitfolgen bleiben ungewiss.

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