Merz und Montenegro stärken deutsch-portugiesische Partnerschaft in Verteidigung und Wirtschaft
Stjepan StaudeMerz und Montenegro stärken deutsch-portugiesische Partnerschaft in Verteidigung und Wirtschaft
Bundeskanzler Friedrich Merz drängt auf eine Vertiefung der Beziehungen zu Portugal, während Ministerpräsident Luís Montenegro zu einem Besuch in Berlin weilt. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Bereiche Verteidigung, Handel und digitale Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.
Merz betonte während der Treffen das Potenzial für engere wirtschaftliche und militärische Partnerschaften. Besonders die Verteidigungskooperation steht weit oben auf der Agenda: Portugal plant die Anschaffung des in Deutschland hergestellten gepanzerten Fahrzeugsystems Boxer. Sollte der Deal zustande kommen, würde dies die militärische Integration beider Nationen deutlich vorantreiben.
Auf wirtschaftlicher Ebene sieht Merz vor allem in der Luftfahrt große Chancen. Er verwies auf mögliche Kooperationen zwischen Lufthansa und TAP Air Portugal als zentrales Wachstumsfeld. Deutsche Unternehmen sind bereits jetzt wichtige Akteure in der portugiesischen Wirtschaft – allein die Technologieexporte stiegen 2025 um 150 Prozent an.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Transformation. Die Digitalminister beider Länder arbeiten an gemeinsamen Projekten, um technologische Fortschritte zu beschleunigen. Die Nachfrage nach deutscher IT-Expertise in Portugal bleibt unvermindert hoch.
Auch die Ausweitung des Handels stand auf der Tagesordnung. Beide Regierungschefs einigten sich darauf, neue Handelsabkommen anzustreben, um den Warenverkehr mit Drittstaaten zu stärken.
Merz und Montenegro wollen in den kommenden Monaten erörtern, wie diese Partnerschaften weiter ausgebaut werden können. Der Besuch markiert einen wichtigen Schritt hin zu engeren deutsch-portugiesischen Beziehungen in den Bereichen Verteidigung, Technologie und Handel. Konkrete Vorhaben in der Digitalisierung sowie mögliche Rüstungsgeschäfte sollen in Kürze folgen.
Beide Seiten streben an, in naher Zukunft Abkommen abzuschließen, die die wirtschaftliche und strategische Zusammenarbeit weiter vertiefen.






