06 May 2026, 16:11

USA erhöhen Zölle auf europäische Autos – BMW-Chef warnt vor Folgen für Handel und E-Mobilität

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

USA erhöhen Zölle auf europäische Autos – BMW-Chef warnt vor Folgen für Handel und E-Mobilität

Die USA haben die Zölle auf europäische Autoimporte von 15 auf 25 Prozent erhöht und damit die Handelskonflikte weiter verschärft. Präsident Donald Trump warf der EU vor, ihre Verpflichtungen aus dem Vorjahresabkommen nicht erfüllt zu haben. Unterdessen hat sich Nicolas Peter, der Aufsichtsratsvorsitzende von BMW, sowohl zum Streit als auch zur Zukunft der Elektrofahrzeuge in Europa geäußert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trumps Entscheidung, die Zölle anzuheben, folgt auf Vorwürfe, die EU habe ihre Zusagen aus dem Handelsabkommen vom August 2023 nicht eingehalten. Der Schritt bedeutet eine deutliche Erhöhung der Importkosten für europäische Automobilhersteller, die Fahrzeuge in den USA verkaufen.

Peter kritisierte die Rolle der EU in dem anhaltenden Konflikt und argumentierte, Brüssel müsse seinen Verpflichtungen nachkommen. Gleichzeitig forderte er eine schnellere Ratifizierung des Handelsabkommens durch beide Seiten. Trotz der Spannungen glaubt er, dass die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen zwischen den USA und Europa stark bleiben – auch wenn die öffentliche Rhetorik anderes suggeriert.

Zum Thema Elektrofahrzeuge prognostizierte Peter, dass bis 2035 mehr als die Hälfte der europäischen Kunden rein batteriebetriebene Autos wählen werde. Allerdings lehnte er die Vorstellung ab, Europa könne bis dahin eine Elektrifizierungsquote von 90 Prozent oder mehr erreichen. Zudem schlug er strengere Vorgaben für Plug-in-Hybride vor, um sicherzustellen, dass diese häufiger im Elektromodus fahren.

Zu den Kraftstoffpreisen erklärte Peter, die jüngsten Preissprünge würden den Umstieg auf Elektromobilität voraussichtlich nicht beschleunigen. Seine Äußerungen spiegeln eine zurückhaltende Einschätzung sowohl der Handelsbeziehungen als auch des Tempos der Veränderungen in der Automobilbranche wider.

Die Erhöhung der Zölle auf 25 Prozent setzt europäische Autohäuser wie BMW unter zusätzlichen Druck, während sie sich in Handelskonflikten und einem wandelnden Markt behaupten müssen. Peters Aussagen unterstreichen die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit im Handel, erkennen aber auch an, dass sich die Elektroauto-Nachfrage nur schrittweise entwickeln wird. Die Folgen dieser Spannungen könnten sowohl den transatlantischen Handel als auch die Zukunft des europäischen Automobilsektors prägen.

Quelle