Legendäres Münchner Wandgemälde Schwabinger 7 kehrt nach Jahren zurück
Stjepan StaudeLegendäres Münchner Wandgemälde Schwabinger 7 kehrt nach Jahren zurück
Ein berühmtes Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt an seinen Ursprungsort zurück. Das Kunstwerk Schwabinger 7, einst ein gefeiertes Wandgemälde aus der legendärsten Bar der Stadt, wird bald wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. Das von dem Künstler Rupert Dorrer geschaffene Gemälde hält den Geist eines Lokals fest, das 2023 seine Türen für immer schloss.
Die Enthüllung des Werks findet am Montag um 11 Uhr in Bruckmühl durch Bürgermeister Richard Richter statt. Dies stellt eine Art Heimkehr dar, denn das Kunstwerk erhält einen neuen Platz in einer Galerie, die sich dem lokalen Kulturerbe widmet.
Die Geschichte des Schwabinger 7 begann vor Jahrzehnten in der Feilitzschstraße 7 im Münchner Stadtteil Schwabing. Die schlicht als Schwabinger 7 bekannte Bar war ein kultureller Anziehungspunkt, bevor sie 2023 geschlossen wurde. Nach der Schließung wurde das Gebäude umgenutzt und beherbergt heute Büros sowie Gewerberäume, in denen ein Tech-Startup und ein Co-Working-Anbieter ansässig sind.
Rupert Dorrer verwandelte eine der Wände der Bar in ein vielschichtiges Gemälde, das mit kräftigen Pinselstrichen Textur und Atmosphäre des Ortes einfing. Das Kunstwerk wechselte später mehrmals den Besitzer, tauchte sogar bei einer Auktion auf, bevor es schließlich in die Sammlung von Denn's Biomarkt gelangte. Dorrer selbst beschrieb das Werk als Reflexion über Vergänglichkeit – als festgehaltener Moment einer nicht mehr existierenden Zeit.
Die Galerie in Bruckmühl, die 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim ab 1875 beherbergt, wird das Schwabinger 7 nun ausstellen. Die Rückkehr des Gemäldes schließt einen Kreis und verbindet Münchens Vergangenheit mit der Gegenwart in einem Raum, der die lokale Kunstgeschichte bewahrt.
Die Enthüllung am Montag bringt das Werk nach Jahren wieder an die Öffentlichkeit. Die Sammlung der Galerie, die sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt, umfasst nun ein Stück, das eng mit dem Erbe des Münchner Nachtlebens verbunden ist. Während das ursprüngliche Bargebäude heute anderen Zwecken dient, bleibt das Gemälde eine der letzten greifbaren Erinnerungen an die lebendige Geschichte des Schwabinger 7.