13 March 2026, 14:12

Landshut: Grundwasserbelastung nach Brand zeigt erste Fortschritte – aber Risiko bleibt

Feuerwehrleute in Helmen und Handschuhen sprühen Wasser aus einem Schlauch auf einen Container, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, einem Rohr links und einem Metallcontainer rechts.

Landshut: Grundwasserbelastung nach Brand zeigt erste Fortschritte – aber Risiko bleibt

Grundwasserverschmutzung in Landshut zeigt erste Besserung – aber Risikobereich bleibt

Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich die Belastung des Grundwassers in der Nähe eines Lebensmittelbetriebs in Landshut leicht verbessert hat. Die Verunreinigung war nach einem Brand in der Produktionsstätte an der Altdorfer Straße im August 2024 entstanden, als Löschschaum und kontaminiertes Wasser in den Boden sickerten. Zwar gibt es Fortschritte, doch ein kleiner Bereich direkt am Firmenstandort bleibt weiterhin problematisch.

Der Brand im August 2024 hatte sofortige Sorgen ausgelöst, als Chemikalien aus den Löscharbeiten ins Grundwasser gelangten. Bis spät in den November 2024 hinein wiesen Proben eine flächendeckende Kontamination nach, woraufhin die Stadt Landshut und das Wasserwirtschaftsamt vor der Nutzung des Grundwassers warnten. Anwohner in der betroffenen Zone wurden aufgefordert, auf die Verwendung von Grundwasser zum Trinken oder für die Gartenbewässerung zu verzichten.

Mit fortschreitenden Untersuchungen weitete sich das Gefahrengebiet aus. War die belastete Fläche anfangs etwa 500 Meter mal 300 Meter groß, dehnte sie sich bis Anfang 2026 auf rund 1,2 Kilometer mal 800 Meter in nordwestlicher Richtung aus, da sich die Schadstofffahnen ausbreiteten. Als Gegenmaßnahme richteten die Behörden drei Brunnen ein, die bis zu 150 Kubikmeter belastetes Wasser pro Stunde fördern und vor Ort reinigen können. Zudem wurden reaktive Barrieren mit elementarem Eisen injiziert, um schädliche Substanzen abzubauen. Die Überwachung wurde mit 45 zusätzlichen Grundwassermessstellen im Dezember 2025 intensiviert.

Aktuelle Tests zeigen, dass die Konzentration der meisten Schadstoffe deutlich zurückgegangen ist – mit Ausnahme von Nickel. Dennoch bleibt das Leitungswasser in Landshut unbeeinträchtigt und für alle Zwecke sicher. Ein begrenzter Bereich unmittelbar neben dem Betriebsgelände erfordert jedoch weiterhin Vorsicht.

Die Stadt ruft die Bewohner im aktualisierten Warngebiet weiterhin dazu auf, auf die Nutzung von Grundwasser für Gartenarbeit oder als Trinkwasser zu verzichten. Die Sanierungsmaßnahmen, darunter die Förderbrunnen und reaktiven Barrieren, laufen weiter, um die Belastung weiter zu reduzieren. Durch regelmäßige Kontrollen wird der Fortschritt der Aufräumarbeiten überwacht.

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