Ländliche Regionen leiden besonders unter hohen Energiepreisen – DLT-Präsident warnt vor sozialer Spaltung
Alexander TextorLändliche Regionen leiden besonders unter hohen Energiepreisen – DLT-Präsident warnt vor sozialer Spaltung
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), hat gewarnt, dass hohe Energiepreise die Haushalte noch monatelang stark belasten werden. Er forderte die Regierung auf, die Unterstützung über den Sommer hinaus zu verlängern, und betonte, dass ländliche Regionen besonders hart getroffen seien.
Brötel wies darauf hin, dass Menschen außerhalb der Städte am stärksten zu kämpfen hätten. Längere Arbeitswege und steigende Spritkosten erschwerten das Leben auf dem Land zusätzlich. Ohne weitere Hilfen, so seine Argumentation, werde sich die Scheere zwischen Stadt und Land weiter öffnen – zum Nachteil der ländlichen Bevölkerung.
Eine baldige Entspannung bei den Energiepreisen schloss er aus. Stattdessen plädierte er für konkrete Maßnahmen wie eine Treibstoffpreissenkung oder höhere Pendlerpauschalen. Gleichzeitig kritisierte Brötel die zähen Koalitionsverhandlungen und mahnte, statt weiterer Streitigkeiten zügig zu einer Einigung zu kommen.
Fairer Lebensbedingungen in ganz Deutschland, so Brötel, seien nur möglich, wenn die Unterschiede bei den Energiekosten ausgeglichen würden. Die Unterstützung müsse dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werde – nicht nur in den Städten, sondern auch bei Familien in abgelegenen Regionen.
Die Warnungen des DLT-Präsidenten deuten auf eine anhaltende Krise für ländliche Gemeinden hin. Ohne gezielte Entlastungen könnten Transport- und Heizkosten weitere Haushalte in Bedrängnis bringen. Nun liegt es an der Regierung, seine Vorschläge umzusetzen.






