Kritik an Arbeitsministerin: Fürths Bürgermeister Jung setzt Parteikollegin in ihre Schranken

Admin User
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Menschen auf einer Straße außerhalb der Stadt, mit einem Mann in einem grauen und weißen T-Shirt, der eine Wasserflasche hält, und einer Frau in einer blauen Jacke, die einen Kinderwagen schiebt, Stände mit weißen und roten Zelten, farbige Banner und Gebäude, Bäume und eine Straßenlaterne im Hintergrund.

Kritik an Arbeitsministerin: Fürths Bürgermeister Jung setzt Parteikollegin in ihre Schranken

Kritik an Arbeitsminister: Fürther Oberbürgermeister Jung weist Parteikollegen zurecht

Auf dem Bundeskongress der Jusos sorgte Bundesarbeitsministerin Barbara Bas mit einer Aussage für Aufsehen. Ihre Äußerung, man müsse „gegen Arbeitgeber und Unternehmer kämpfen“, löste Bestürzung aus…

Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (parteilos, ehemaliges SPD-Mitglied) hat sich in einem ungewöhnlich scharfen Disput mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) über dessen jüngste Aussagen zu Arbeitgebern auseinandergesetzt. Heils Äußerungen auf dem Juso-Bundeskongress wurden von vielen als konfrontativer Angriff auf die Wirtschaft gewertet. Jung, der selbst bis 2002 die bayerische SPD führte, übt nun fundamentale Kritik – nicht nur am Ton des Ministers, sondern auch an der mangelnden Reformbereitschaft der Berliner Politik insgesamt.

Auslöser der Kontroverse war Heils Rede, in der Beobachter eine Aufforderung zum „Kampf gegen Arbeitgeber“ heraushörten. Mehrere Unternehmer aus der Region wandten sich verwirrt an das Fürther Rathaus, um die Haltung des Ministers zu verstehen. Jung, der die Stadt seit Jahren erfolgreich wirtschaftspolitisch führt, konterte: „Konflikt ist kein Rezept – Kooperation schon.“ Als Beispiel nannte er Fürths positive Entwicklung, die auf Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft beruhe.

Gleichzeitig griff Jung die von der CSU geplante „Mütterrente“ scharf an: Sie sei eine „finanzielle Zeitbombe“, die jüngere Generationen und die Infrastruktur belasten werde. Noch grundsätzlicher kritisierte er die aktuelle Berliner Politik, der es an Mut für notwendige Reformen fehle. Mit Verweis auf die frühen 2000er-Jahre, als die SPD mit mutigen Sozialreformen noch breite Zustimmung gewann, warf er der heutigen Führung – auch über die Ära Merkel hinaus – Verantwortungsscheu vor. Seine Botschaft: Die Partei müsse endlich wieder Politik für Arbeitnehmer machen, „aber nicht gegen, sondern mit der Wirtschaft“.

Jungs Worte offenbaren tiefe Gräben in der Wirtschaftspolitik. Seine Kritik zielt gleichermaßen auf Heils konfrontativen Kurs wie auf einen vermeintlichen Verlust an gestalterischem Willen in Berlin. Die Debatte dreht sich nun um die Frage: Soll Deutschlands wirtschaftliche Zukunft von Konflikt oder von Kooperation geprägt sein?

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