KI revolutioniert den Arbeitsmarkt – ohne Jobverluste, aber mit radikalen Veränderungen
Alexander TextorStudie: KI könnte das Wirtschaftswachstum deutlich ankurbeln - KI revolutioniert den Arbeitsmarkt – ohne Jobverluste, aber mit radikalen Veränderungen
Eine neue Studie legt nahe, dass künstliche Intelligenz den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend umgestalten wird – ohne jedoch die Gesamtbeschäftigung zu verringern. Zwar könnten einige Berufsfelder verschwinden, doch gleichzeitig entstehen neue, vor allem in technologiegetriebenen Branchen. Langfristig könnten diese Veränderungen das Wirtschaftswachstum Deutschlands in den nächsten 15 Jahren sogar ankurbeln.
Laut den Forschenden wird KI etwa 1,6 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland durch strukturelle Verschiebungen beeinflussen. Bestimmte Positionen, insbesondere im Unternehmensservice, könnten um bis zu 120.000 schrumpfen. Gleichzeitig könnte der Bedarf an IT- und Informationsdienstleistern um rund 110.000 neue Arbeitskräfte steigen.
Besonders betroffen sind wissensintensive Tätigkeiten: Jobs in Callcentern könnten um 67 Prozent zurückgehen, während Textarbeit und Projektmanagement voraussichtlich um 53 bzw. 48 Prozent schrumpfen. Auch in der IT-Beratung sind in einigen Bereichen Rückgänge von bis zu 34 Prozent möglich.
Wirtschaftlich betrachtet könnte die Einführung von KI das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2038 jährlich um 0,8 Prozentpunkte steigern. Die Technologie könnte bis dahin einen zusätzlichen Mehrwert von rund 4,5 Billionen Euro generieren – durch sinkende Materialkosten, höhere Produktivität und völlig neue Geschäftsbereiche.
Die Studie betont, dass es eher zu einer Verschiebung der gefragten Qualifikationen als zu einem Netto-Arbeitsplatzverlust kommt. Während einige Sektoren schrumpfen, werden andere – wie die IT-Branche – wachsen, um die KI-getriebene Nachfrage zu bedienen. Langfristig könnten diese Entwicklungen die deutsche Wirtschaft stärken und in aufstrebenden Industrien neue Chancen eröffnen.






