Molabo revolutioniert Yachtantriebe mit neuem Hybridkonzept aus Bayern
Alexander TextorMolabo revolutioniert Yachtantriebe mit neuem Hybridkonzept aus Bayern
Hybridantriebe für Yachten erleben seit fünf Jahren einen deutlichen Aufschwung. Zwischen 2021 und 2026 wuchs der Markt jährlich um 15 bis 20 Prozent – allein 2025 wurden weltweit über 500 Hybridyachten ausgeliefert. Die stärkste Nachfrage verzeichneten Europa und Nordamerika, angetrieben durch strengere Emissionsvorschriften, steigende Spritpreise und Fortschritte in der Batterietechnik.
Nun dringt mit Molabo, einem bayerischen Hersteller von Elektromotoren, ein neuer Akteur in den maritimen Sektor vor. Gemeinsam mit Fischer Panda hat das Unternehmen ein hybrides Antriebssystem entwickelt, das vollständig in Deutschland gefertigt wird und für Segelyachten bis zu 20 Metern Länge konzipiert ist. Ähnlich wie beim Range Extender im BMW i3 dient ein Verbrennungsmotor als Generator, der die Batterie während der Fahrt auflädt.
Das Hybridkonzept ermöglicht flexible Konfigurationen: Ein Beispiel zeigt ein sechs Meter langes Motorboot mit einer 60-kWh-Batterie und einem 22-kW-Generator von Fischer Panda, das bei Volllast bis zu zwei Stunden durchgehend fahren kann. Zudem unterstützt das System HVO-Biodiesel und reduziert den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Dieselantrieben um bis zu 50 Prozent.
Molabos 48-Volt-Architektur vereinfacht Installation und Wartung, da sie die Sicherheitsrisiken von Hochvolt-Systemen umgeht. Der Hybridantrieb lässt sich per Knopfdruck aktivieren oder deaktivieren. Dank des modularen Aufbaus kann zudem eine kompaktere Batterie verbaut werden, was das Gesamtgewicht des Bootes verringert – ohne Leistungseinbußen.
Die Markteinführung des neuen Systems fällt in eine Phase wachsender Nachfrage nach saubereren und effizienteren Antrieben für Yachten. Angesichts verschärfter Umweltauflagen und steigender Kraftstoffkosten bietet Molabos Technologie eine praxistaugliche Lösung für Privatbesitzer und Charterunternehmen gleichermaßen. Der Einstieg des Unternehmens in den Bereich Marineantriebe spiegelt den generellen Trend hin zum nachhaltigen Bootfahren wider.






