04 April 2026, 12:13

Kaufbeuren kämpft mit 800 fehlenden Wohnungen – trotz Genehmigungen

Eine Häuserreihe an einer Straßenecke mit Fenstern, Türen, Stufen, Geländern, Mülltonnen, Bäumen und Fahrzeugen unter einem bewölkten Himmel.

Kaufbeuren kämpft mit 800 fehlenden Wohnungen – trotz Genehmigungen

Eine neue Studie des Pestel-Instituts zeigt einen Wohnungsmangel von 800 Wohnungen in Kaufbeuren auf. Trotz steigender Nachfrage ist der Bau von Wohnraum in den vergangenen fünf Jahren nur langsam vorangekommen. Experten warnen, dass sich die Kluft zwischen Angebot und Bedarf weiter vergrößert.

Zwischen 2019 und 2024 wurden in Kaufbeuren etwa 700 neue Wohneinheiten fertiggestellt. Gleichzeitig genehmigten die Planungsbehörden im selben Zeitraum jedoch fast 970 Wohnungen. Dieses zögerliche Entwicklungstempo bringt die Stadt in Zugzwang, den Anforderungen gerecht zu werden.

Die Studie weist darauf hin, dass 420 Wohnungen in Kaufbeuren seit über einem Jahr leer stehen. Dennoch müsste die Stadt jährlich rund 180 neue Wohnungen errichten, um den aktuellen Bedarf zu decken. Matthias Günther, Chefökonom des Instituts, kritisierte die schleppenden Fortschritte als "Schneckentempo".

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Da weniger Wohnungen fertiggestellt als genehmigt wurden, wächst der Rückstau. Die Diskrepanz zwischen geplanten Projekten und bezugsfertigen Wohnungen hat die Wohnungsnot in der Region weiter verschärft.

Der Bericht unterstreicht den dringenden Bedarf an schnellerem Wohnungsbau in Kaufbeuren. Ohne einen deutlichen Anstieg der Fertigstellungen wird der Mangel bestehen bleiben. Die Behörden stehen nun unter Druck, Bauprojekte zu beschleunigen und Verzögerungen abzubauen.

Quelle