12 June 2026, 22:14

Kai Wegners Schicksal als Berlins Bürgermeister hängt an 100 Tagen

Die Countdown läuft

Kai Wegners Schicksal als Berlins Bürgermeister hängt an 100 Tagen

Kai Wegners Amt als regierender Bürgermeister Berlins steht auf dem Spiel – die Wahl am 20. September 2023 wird entscheidend. Seine Amtszeit, die am 28. April 2023 begann, könnte bereits nach 100 Tagen enden, auch wenn sich seine Zeit im Amt möglicherweise noch darüber hinaus erstreckt. Die CDU hat ihn trotz wachsender Kritik an jüngsten Skandalen und Entscheidungen erneut als Spitzenkandidaten bestätigt.

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Die CDU bestätigte Kai Wegner auf dem Landesparteitag am 14. Februar 2023 offiziell als ihren Kandidaten für die Spitze. Diese Entscheidung folgte auf seinen überraschenden Sieg bei der Wahl am 12. Februar 2023, bei der die CDU 28,2 Prozent der Stimmen holte – mehr als die SPD mit 18,4 Prozent und die Grünen mit 18,3 Prozent. Wegner selbst hat wiederholt betont, dass Umfragen sich ändern können, und verweist dabei auf seinen früheren Wahlsieg als Beleg.

Innerhalb der Partei gab es keine ernsthafte Alternative zu Wegner. Dennoch sieht sich seine Führung mit scharfer Kritik konfrontiert – etwa wegen des Krisenmanagements bei Stromausfällen, der mangelhaften Räumung von Winterglätte, eines Subventionsskandals und der überstürzten Ernennung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung.

Sollte Wegner die anstehende Wahl verlieren, wäre wahrscheinlich auch sein Amt als CDU-Landesvorsitzender in Berlin beendet. Selbst wenn das Wahlergebnis jedoch auf eine Koalition ohne die CDU hindeutet, bliebe er bis zur Wahl eines Nachfolgers – voraussichtlich bis Dezember – regierender Bürgermeister im Amt.

Die nächsten 100 Tage werden über Kai Wegners politische Zukunft entscheiden. Eine Niederlage bei der Wahl könnte das Aus für seine Ära als regierender Bürgermeister und Parteichef bedeuten. Doch aufgrund der Verfahrenregeln würde er bis zur offiziellen Wahl eines neuen Regierungschefs im Amt bleiben.

Quelle