05 May 2026, 06:20

Haßelmann zerpflückt Merz: "Er liefert nur das absolute Minimum"

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Teilungen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Haßelmann zerpflückt Merz: "Er liefert nur das absolute Minimum"

Britta Haßelmann, Spitzenpolitikerin der Grünen, hat Friedrich Merz scharf für nicht eingelöste Versprechen kritisiert. Sie warf dem Oppositionsführer vor, Erwartungen zu wecken, diese dann aber enttäuschen zu müssen. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer umfassenderen Kritik an der aktuellen Regierungsarbeit.

Haßelmann griff Merz direkt an und erinnerte an dessen früheren Spott über Bundeskanzler Olaf Scholz als „Machtklempner“. Nun sei es Merz selbst, der an denselben Schwächen kranke – unfähig, seinen eigenen anspruchsvollen Ankündigungen gerecht zu werden. Aus ihrer Sicht verfüge er zwar über die finanziellen Mittel, um zu handeln, verschwende die Chance jedoch.

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Noch deutlicher wurde sie, als sie seinen Führungsstil als ein Muster beschrieb: „Er weckt himmelhohe Erwartungen, beleidigt dann Leute – und am Ende liefert er nur das absolute Minimum.“ Um ihren Punkt zu unterstreichen, griff sie zu einem Fußballvergleich: „Friedrich Merz steht einfach nicht auf dem Platz.“

Inhaltlich warf Haßelmann der Koalition vor, zentrale Bereiche zu vernachlässigen. Sie nannte marode Infrastruktur, Klimaschutz und die Bahn als dringende Baustellen, die liegenblieben. Die Grünen, betonte sie, seien bereit, Verantwortung zu übernehmen und echten Fortschritt voranzutreiben.

Zu den Zielen ihrer Partei gehöre der Ausstieg aus fossilen Energien sowie spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig stellte Haßelmann klar, dass die Grünen keinen vorzeitigen Regierungswechsel forderten. Stattdessen gehe es darum, dass die Ampel endlich besser arbeite – mit einem schlüssigen Plan für mehr Gerechtigkeit und Stabilität.

Ihre Aussagen spiegeln wachsende Frustration über nicht eingelöste politische Versprechen in Deutschland wider. Die Grünen präsentieren sich als treibende Kraft für Veränderung, machen aber deutlich: Zuerst müsse die Regierung liefern. Der Fokus liege derzeit darauf, Druck für Handlungsfortschritte zu machen – nicht darauf, eine Krise herbeizuführen.

Quelle