Grüne fordern mehr Homeoffice – vbw hält Regelungen für überflüssig
Miroslav HofmannGrüne fordern mehr Homeoffice – vbw hält Regelungen für überflüssig
Die Debatte über die Homeoffice-Regelungen hat an Schärfe gewonnen, nachdem die Grünen eine Ausweitung der Möglichkeiten für die Arbeit im Homeoffice gefordert haben. Gleichzeitig lehnt der Bayerische Industrie- und Arbeitgeberverband (vbw) diese Forderungen ab und argumentiert, dass die bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen bereits wirksam seien. Die Diskussion flammt auf, während Unternehmen weiterhin versuchen, betriebliche Erfordernisse mit Infektionsschutz in Einklang zu bringen.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatte mit der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung Maßnahmen ergriffen, um Ansteckungen am Arbeitsplatz zu reduzieren. Seitdem haben Arbeitgeber Schutzkonzepte umgesetzt, deren Wirksamkeit die Datenlage bestätigt: Ausbrüche in Betrieben konnten damit erfolgreich eingedämmt werden.
Der vbw kritisiert den Vorstoß der Grünen als realitätsfern und wirft der Partei vor, ein veraltetes Bild von Arbeitswelten zu haben. Besonders in der Produktion sei physische Präsenz unverzichtbar, heißt es seitens des Verbands. Homeoffice-Lösungen seien in vielen Branchen schlicht nicht umsetzbar.
Die Infektionszahlen, so der vbw weiter, gingen vor allem auf private Kontakte zurück – nicht auf den Arbeitsalltag. Bayerische Unternehmen hätten bereits umfassende Schutzvorkehrungen getroffen, weshalb weitere Homeoffice-Pflichten überflüssig seien.
Die Haltung des vbw zeigt die Schwierigkeiten auf, einheitliche Homeoffice-Regeln für alle Branchen durchzusetzen. Während einige Tätigkeiten Flexibilität zulassen, sind andere auf die Präsenz vor Ort angewiesen. Vorerst bleiben die bestehenden Infektionsschutzmaßnahmen der Fokus der Arbeitgeber.






