13 March 2026, 00:11

Großübung im Unterallgäu: Flugzeugabsturz und Werkstattbrand als harte Probe für Einsatzkräfte

Feuerwehrleute in Helmen und Schutzausrüstung arbeiten an einem Flugzeug, halten verschiedene Gegenstände und haben eine Leiter rechts und Lampen an der Decke im Hintergrund.

Großübung im Unterallgäu: Flugzeugabsturz und Werkstattbrand als harte Probe für Einsatzkräfte

Großübung im Landkreis Unterallgäu: Einsatzkräfte proben Flugzeugabsturz und Werkstattbrand

Am Wochenende fand am Feuerwehrstandort Benningen im Unterallgäu eine großangelegte Notfallübung statt. Das Szenario simulierte einen schweren Flugzeugabsturz mit 79 Passagieren sowie einen Brand in einer nahegelegenen Werkstatt, bei dem vier Arbeiter als vermisst gemeldet wurden. Zahlreiche Rettungskräfte aus dem gesamten Landkreis wurden alarmiert, um die Krisensituation zu bewältigen.

An der Übung beteiligten sich zwölf Feuerwehren und acht Rettungsdienste aus dem Landkreis Unterallgäu. Unterstützung erhielten sie vom Deutschen Roten Kreuz, der Technischen Hilfsorganisation (THW), der örtlichen Polizei sowie umliegenden Krankenhäusern. Zudem waren die Flughafenfeuerwehr Memmingen, die medizinische Führungsgruppe der Malteser Memmingen und die Katastrophenschutzleitung des Landkreises Unterallgäu im Einsatz – gemeinsam mit Kräften aus Benningen, Bad Wörishofen und Klosterbeuren.

Im Mittelpunkt stand die Erprobung der Zusammenarbeit verschiedener Einheiten unter Realbedingungen, insbesondere die Koordination des Funkverkehrs unter Druck. Während die Einsatzkräfte das simulierte Unglück bewältigten, kam es zu einer unerwarteten Herausforderung: Ein aufziehendes Gewitter zwang sie, kurzfristig Unterkünfte für die "Verunglückten" zu organisieren. Trotz der zusätzlichen Belastung meisterten die Teams die komplexe Lage erfolgreich und zeigten dabei Teamgeist und Anpassungsfähigkeit.

Die Verantwortlichen werden nun die Ergebnisse der Übung auswerten. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Planung der Notfallvorsorge in der Region ein.

Die großangelegte Übung bot den Rettungskräften im Unterallgäu wertvolle Praxiserfahrung. Durch die realitätsnahe Simulation – inklusive plötzlicher Wetteränderungen – festigten die Teams ihre Fähigkeit, unter Hochdruck effektiv zusammenzuarbeiten. Die gewonnenen Lehren sollen künftig die Abstimmung und Vorbereitung auf reale Einsatzszenarien verbessern.

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